Gescannte Seiten in Word-Dokumente verwandeln

Marc Schätzle

Schon immer darüber geärgert, dass sich Scans nicht einfach als Word-Dokument speichern lassen? Zu viel Zeit mit dem Abtippen verbracht? Der Ausweg: Programme mit Texterkennung, die den eingescannten Text korrekt identifizieren und in ein Word-Dokument konvertieren. Mit dem FineReader von ABBYY stellen wir euch heute solch ein Tool vor.

Die schlechte Nachricht vorweg: Der FineReader ist leider nur eine kostenpflichtige Shareware-Version, gute Software kostet schließlich Geld. Ihr habt 15 Tage Zeit, die Funktionen zu testen, danach sind sie nur noch eingeschränkt nutzbar.


Die Firma ABBYY ist ein weltweit führender Softwarehersteller für OCR (optische Zeichenerkennung), Dokumenterkennung, Formularverarbeitung und Linguistik. Ihr mehrfach ausgezeichnetes Produkt FineReader verwandelt gedruckte Dokumente und PDF-Dateien in editierbare Dateien, beispielsweise in ein Word-Dokument. So weit so gut. Ich habe mir die Software mal runtergeladen, denn meist heißt es ja immer "kinderleicht" "einfach zu bedienen", etc.  Beim FineReader allerdings kann man wirklich nichts falsch machen. Eine Navigation im oberen Seitenbereich erklärt, was zu tun ist: scannen, in den FineReader einlesen (sogar eine Rechtschreibprüfung wird angeboten) und schließlich den Speicherort auswählen. Fertig. Genauso simpel geht es auch.

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Papier in den Scanner legen und loslegen. Die Software erkennt den Scanner automatisch und startet ihn. Tipp: Am besten mit mindestens 300 dpi scannen. Nach dem Einscannen erscheint die Vorlage im Vorschaufenster auf der linken Seite.  Man hat nun die Möglichkeit, ein Auswahl-Fenster aufzuziehen, um nur einen Bereich auswählen, der vom FineReader übersetzt werden soll -  oder alternativ die komplette Seite.

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Nachdem man den Lesen-Knopf gedrückt hat, legt die Software los und liest den ausgewählten Bereich (oder die ganze Seite) ein. Wörter, bei denen sich FineReader nicht sicher ist, werden farbig markiert. Fotos unterscheidet Finereader zwischen Digitalfotos und Dokumentbildern und auch mit Kleingedrucktem kommt die Software spielend zurecht. Probleme bereiten lediglich handschriftliche Notizen.

Danach kann man wahlweise die Rechtschreibprüfung nutzen. Zum Schluss wird das gescannte Dokument zum Beispiel als Word-Datei oder auch als PDF gespeichert. Unterstützt werden mindestens vier Sprachen (man kann aber auch zusätzliche Sprachpakete installieren):

  • Deutsch (neue und alte Rechtschreibung)
  • Englisch
  • Französisch
  • Niederländisch
Als Vollversion wird der FineReader für €139 angeboten. Als Alternativen gibt es zum Beispiel Omnipage, vergleichbarer Preis, vergleichbare Qualität.

Tja, die liebe Kohle. Für den Privatgebrauch ist das ganz schön viel Geld. Unternehmen, die Informationen von unterschiedlichen Papierdokumenten und PDF-Dateien extrahieren möchten, um sie zu bearbeiten und zu archivieren, ist das aber sicher eine effiziente Lösung.

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