Gema-Gebühren: Das Disco-Sterben scheint abgesagt

Michael Saurer

Anfang 2012 hat die Gema höhere Gebühren für Clubs, Diskotheken und Musikkneipen ins Gespräch gebracht – und einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Wie ist die Situation jetzt?



Verwunderung auf der Tanzfläche. Es war am 30. Juni 2012, fünf Minuten vor Mitternacht, als deutschlandweit in vielen Clubs und Diskotheken fünf Minuten lang die Musik abgestellt wurde. Hintergrund der Aktion war ein Protest gegen die Verwertungsgesellschaft Gema. Die hatte den Betreibern Anfang 2012 beschieden, dass demnächst höhere Beiträge zu entrichten seien. Die vorgesehenen Steigerungen waren so hoch, dass viele Clubbesitzer um ihre Existenz bangten. Erst Ende 2013 gelang eine Einigung. Ist das Diskothekensterben nun abgesagt?


Der Konflikt

Provokation, Kriegserklärung – die Urteile waren drastisch. Fast zwei Jahre lang sorgten die Pläne der Gema bei Diskothekenbesitzern und Kneipenwirten für Aufregung. Das 2012 von der Gema vorgelegte Gebührenmodell sah eine massive Erhöhung der Beiträge vor. Besonders mittlere und große Betriebe wären kräftig zur Kasse gebeten worden.

Der Gaststättenverband Dehoga rechnete damals vor, dass ein Club mit zwei Tanzflächen à 310 und 410 Quadratmetern bei acht Euro Eintritt statt bislang 21.553 Euro künftig knapp 150.000 Euro pro Jahr an die Gema zahlen müsste – eine Versiebenfachung der Gebühren.

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[Foto: Franziska Kaufmann]