Gekickt & gewonnen: Freiburgs bestes Schülervideo

Helena Barop

Kein Drehbuch, keine Regie, kein Plan. Das Schülervideo "Take a break" zeigt Max (links), David (Mitte), Timmy (rechts), Benjamin und Raphael beim kicken. Die Jungs hatten Spaß, haben ein bisschen gefilmt und geschnitten - und damit den Kurzfilmwettbewerb am Friedrich-Gymnasium gewonnen. Außerdem sind sie nominiert für den deutschen Nachwuchsfilmpreis. Hier gibts das Filmchen!



Juli 2006, der Fußballsommer. Gelangweilte Schüler sitzen im Unterricht, dann schrillt endlich die erlösende Klingel und ab geht's. Rund um die Schule kicken ein paar Schüler ihren Ball, durch Fenster, auf Dächer, durch Basketballkörbe, und machen einen Kurzfilm draus. Georg filmt, schneidet abends alles zusammen und fertig ist der Beitrag zum Kurzfilmwettbewerb am Friedrich-Gymnasium in Herdern. 


Die Zehntklässler haben niemanden in ihre Dreharbeitspläne eingeweiht, aber der Hausmeister ist gnädig und lässt sie auf's Dach und in die Mülltonne. Damit ist dann eine der Reinigungskräfte der Schule weniger einverstanden und entsorgt ihren Müll, während Max noch im Container liegt. Doch Gerog Lewark, Benjamin Peters, Raphael Zimpfer, Timo Schwär, Max Keller und David Dörken lassen sich nicht beirren. Inspiriert von einem Werbespot drehen sie ihr Ding.



Während das Projekt "Kurzfilmwettbewerb" in den Schubladen der SMV immer mehr Staub fängt, r

eichen die Kicker ihren Film erstmal beim Freiburger SchülerFilmForum ein. Dort wird jeder Beitrag gezeigt, es geht mehr um Spaß als um Wettbewerb. Um so erstaunter sind die Jungs, als ihr Film unter die sieben Besten kommt und nochmal gezeigt wird. Ihre Dreharbeiten waren vollkommen spontan improvisiert und als die anderen jungen Filmemacher anfangen, über Perspektive und Belichtung zu fachsimpeln, fragen sie sich "Was machen wir hier eigentlich?"

Das werden sie sich im November in Hannover dann vielleicht wieder fragen. Denn nicht nur in Freiburg ist ihr Filmchen angekommen: "Take a Break" wurde für den deutschen Nachwuchsfilmpreis nominiert und die Produzenten sind zur Preisverleihung in Hannover eingeladen. Als dann der Kurzfilmwettbewerb in der Schule doch wieder reanimiert wurde, war ihnen der erste Platz sicher. 60 Euro ließ die Schule für die Sieger springen.

"Und dabei sind wir eigentlich garkeine Fußballer" geben die Leinwandkicker zu. Außer Timo und Raffi spielen sie alle lieber Basketball. Dass ihre kleine Fußballspielerei auf dem Schulhof sie von Herdern nach Hannover bringen würde, hätten sie nie gedacht.



Hier gibt's den heißen Streifen:
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