Gähnetisch bedingt

Lorenz Bockisch

Schon gewusst, dass Gähnen ansteckend ist? Natürlich hat jeder spätestens in der ersten Klasse gemerkt, dass man sich diesem Reflex nicht widersetzen kann, wenn der Banknachbar anfängt zu gähnen. Schon bei 11 Wochen alten Föten im Mutterleib wurde dieses Verhalten beobachtet.

Es wurde auch beobachtet, dass Säugetiere, Vögel und Reptilien gähnen, sogar Ameisen zeigen nach dem Aufwachen eine auffällige Kieferbewegung.

Weitgehend ungeklärt ist noch die physiologische Funktion des Gähnens, mit schlechter Luft hat es jedenfalls nichts zu tun. Die sozialen Aspekte, wie der Zusammenhang mit Einfühlungsvermögen durch das Sichansteckenlassen mit einem Gähnen sowie als Drohgebärde oder unterbewusster Ausdruck der Langeweile sind hingegen sehr wahrscheinlich.


Auffällig ist allerdings, dass Gähnen ansteckender ist, wenn man das Wort Gähnen öfter hintereinander liest, als wenn man sich in der Gesellschaft gähnender Menschen befindet.