Furzehn Vierze

Lorenz Bockisch

Schon gewusst, warum wir pupsen? Welche Menge und Qualität an Darmgasen entweicht, liegt nicht nur an dem, was wir essen, sondern vor allem daran, wie wir essen. Denn nicht allein Bohnen und Co. sorgen dafür, dass jeder durchschnittlich pro Tag über 14-mal einen fahren lässt. (mit "jugendfreiem" Video!)

Bei jeder Mahlzeit, jedem kleinen Snack und jedem Getränk schlucken wir. Dabei wird nicht nur der feste oder flüssige Mundinhalt den Schlund hinabbefördert, sondern jedes Mal auch ein bisschen Luft. Zwar sind das pro Schluck nur wenige Milliliter, doch das summiert sich im Laufe einer Mahlzeit und eines Tages. Und bei hektischem Essen und unzureichendem Kauen wird das noch mehr.


Sofern diese Luft nicht freiwillig (und natürlich möglichst geräuscharm) aus dem Magen wieder nach oben entweicht, wandert sie den Verdauungstrakt weiter hinab. Die Wand des Darmes ist zwar in der Lage, einen Großteil dieser Luft zu absorbieren. Die wird dann via Blutautobahn zur Lunge transportiert und abgeatmet. Der Rest aber mischt sich mit den „echten” Verdauungsgasen.

Letztere sind diverse in Gärungs- und Fäulnisprozessen entstandene Substanzen wie Schwefelwasserstoff oder Methan, die in Resten ebenfalls nicht über das Blut abtransportiert wurden. So eine Pupsmischung besteht im Endeffekt nur zu einem knappen Drittel aus den Verdauungsgasen, der Rest ist geschluckte Luft.

An einem Tag verlassen den sich normal ernährenden Menschen etwa 14 Portionen á 50 Milliliter. Das summiert sich zu 0,7 Litern pro Tag, kann aber bei entsprechender Ernährung auf das bis zu 20-fache steigen.

Übrigens ist ein Furz – bzw. das enthaltene Methan – durchaus brennbar (bitte in keinem Fall selbst ausprobieren, und wenn, dann nur durch eine feste Jeans!), aber in kalter Luft nicht sichtbar. Wenn in eisiger Winterluft der Atem eine leichte Wolke bildet, ist von einem Darmwind nichts zu sehen: Der ist eben furztrocken.

Genau das hat die Sendung mit der Maus in einer legendären Sachgeschichte nachgewiesen: