fudders Jahresrückblick 2015: Die zehn meistgeklickten Nightlife-Gurus

fudder-Redaktion

Er liebt Partys mehr als die eigene Mutter, er trinkt bis zum Morgengrauen - und urteilt knallhart über die Partys dieser Stadt: Auch 2015 war fudders Nightlife-Guru ein unbestechlicher Bewerter des Freiburger Nachtlebens. Welche Partyurteile dabei am meisten Welle machten:

10. U-18er Mai-Party im Crash - 4. Mai 2015



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"Vacation Beats Party im Crash - das klingt nach Kartoffelsalat mit Schokoladensauce, nach Berlin-Freiburg, nach Papst und Kondom, nach irgendwas jedenfalls, das überhaupt nicht zusammen passt. Vom Crash-Publikum, das sich an normalen Tagen wahrscheinlich hier tummelt, ist denn auch überhaupt nichts zu sehen. Stattdessen; Max und Anna, Schüler vom FG, Schülerinnen von der Staudinger, Azubis. 16 bis 18-Jährige in normalen Outfits - niemand fällt auf, niemand will auffallen. Wobei: Hier im Crash fallen wir natürlich alle auf."


9. Project Freiburg aka Project Südbaden - in Lahr - 1. Juni 2015


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"Die ganze Straße zum D.O.G. ist zu geparkt. Doch von Beamer, Benz oder Bentleys keine Spur. Immerhin, wie angekündigt: eine alte Rostbeule, die aussieht, als sei sie gerade von dem Schrottplatz der Ludolfs aus DMAX geklaut worden. Nett gemeint, aber das kleine Flämmchen im Auto und die lange Schlange erinnern mich an die Warteschleife der Dinobahn im Europapark. Passend dazu sieht der Türsteher aus wie Tyrannosaurus Rex, nur in Miniformat."


8. Semestereröffnungs-Schlagerparty in der Brauerei Ganter - 18. April 2015


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"Vereinzelt stehen Mädels in Gruppen beieinander und tanzen etwas schüchtern zu Wolfgang Petrys „Wahnsinn, warum schickst du mich in die Hölle“. Von partywütigen Studenten und johlenden Azubis aber weit und breit keine Spur. Der DJ gibt sich die größte Mühe, die wenigen Mädchen, die sich auf die Tanzfläche getraut haben, bei der Stange zu halten und spielt Helene Fischers „Atemlos“. Doch selbst das kann die Stimmung nicht aufheitern. Später, wird der Veranstalter am nächsten Tag klarstellen, sei viel mehr losgewesen - bis um 1 Uhr werde ich davon allerdings nichts mitbekommen. Nach meinem zweiten Bier und dem dritten DJ Ötzi-Song habe ich genug und gehe nach draußen an die frische Luft."


7. Beim Kaiserstuhl-Rave in den Ihringer Weinbergen - 6. Juli 2015


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"Mein Hüttenpullover lacht mich höhnisch an als ich wieder am Rucksack bin. Alles glüht und klebt, meine Füße sehen aus wie die einer Gladiatorin - dreckig, aber heroisch. Sieben Stunden Tanzen, Sternschnuppen gucken, Blick auf die sonnengefärbten Vogesen, zirpende Vögel und lustwandeln in den Weinreben. Ohne die Umhüllung der dunklen Nacht sind manche Gesichter hier nicht mehr ganz so schön und freundlich wie im Flimmerlicht, aber wer mit den konsumierenden Traumtänzern klarkommt – that's the place to be."


6. Ihringer Weinfescht - 8. Juni 2015


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"Kaum ankommen, bin ich bereits nass geschwitzt. Ich kämpfe mich durch die touristengeprägte Menschenmenge, werde dabei in norddeutschem Dialekt mit „Aha, ein Franzose“ angelallt (bedankte mich zuvor mit „Merci“ für das Durchlassen), erreiche dann aber leicht verwirrt die Straßentheke einer der zahlreich vertretenen Winzer. Ich bin kein Weintrinker. Ich trinke Bier. Eigentlich. Wein habe ich zuletzt vor einigen Jahren getrunken. Damals habe ich mir geschworen, nie wieder einen Finger an einen Tropfen davon zu legen. Lag wahrscheinlich aber auch daran, dass die Flasche damals nur 1,99€ kostete. Jetzt bin ich bereit: Wo könnte ich besser konvertieren als hier?"


5. Jan Leyk im Universal D.O.G. in Lahr - 11. Mai 2015


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"Jan Leyk, der Checker. Wenn er sich nicht so gut vermarkten und anders aussehen würde, wäre der "Berlin Tag und Nacht"-Star "Carlos" tatsächlich "Car los". Und dieser Witz hat mehr Niveau als das, was "einer der bekanntesten DJs"Deutschlands" an diesem Abend aufgelegt hat!


4. "Dildos, Fötzlis, Schnürli-Tangas" - so war die Sex-Messe Extasia in Basel - 30. November 2015


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"Schweizerdeutsche Ankündigungen für die gleich beginnende Live-Sex-Show über den Lautsprecher: „Wer mag noch sehen, wie Fötzlis gstopft werden? Gleich richtich knackich, die sexy Stute und ihr Hengst.“ Joa, so isch lässig! Eine nackte Stripperin übergießt sich zuerst komplett mit heißen Kerzenwachs und zieht anschließend mit gespreizten Beinen in der Vollfrontalen eine Schweizer Flagge aus ihrer... ähm... Schmuckdose. Lokalpatriotismus ist hier auf jeden Fall mit Leib und Seele gegeben."


3. So war das Hans-Bunte-Opening (erzählt von 2 Männern in der Straßenbahn) - 16. März 2015


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"Haltestelle Heinrich-von-Stephan-Straße. Linie 5 Richtung Stadtmitte. Zwei Jungs steigen ein. Der eine trägt eine schwarze Hose und ein weißes Hemd, das bis zum Brustbein aufgeknöpft ist. Der andere trägt T-Shirt und Jeans, blau, starker Vintage-Abrieb an den Oberschenkeln und Knien. Neymar-Look auf dem Kopf. Auf stern.de kommentiert ihn der Hamburger Promi-Friseur Jörg Oppermann folgendermaßen: "Jung, dynamisch, unangepasst." Sie setzen sich und beginnen ein Gespräch."


2. "The Party" auf dem Verbindungs-Haus Ripuaria - 27. April 2015


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"Die Studenten-Verbindung Ripuaria gilt eigentlich als steile Verbindung. Steil bedeutet: konservativ, strikt die Regeln befolgend, traditionell. Der Nightlife-Guru war genau deshalb dort - er wollte eine schnöselig-abgehobene Verbindungsparty haben. Was er vorfand: Nike-Air tragende, wahnwitzig junge, unfrisierte Typen. Er sah weder einen ordentlichen Fechtkampf, noch einen einzigen Knoten. Mal ehrlich, Ripuaren: Wie phrittig war das denn bitte?"


1. Money Boy ist wirklich so kacke wie sein Ruf - 4. September 2015


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"Ja, wo soll ich denn da anfangen? Money Boy selbst blickt nicht mehr durch. Die Augen sind nach der dritten Tüte so dünn wie der Joint selbst. Jedenfalls riecht es so. Die Altersbegrenzung ist ab 16, aber 16-Jährige dürfen nun mal keinen Wodka trinken! Money Boy holt die Britneys trotzdem auf die Bühne, die ausgelassen tanzen und der Reihe nach die Flasche angesetzt bekommen. Dazu werden sie noch begrapscht. Ganz toll."

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[Fotos: fudder-Archiv, außer Bild 5: Fabio Testa]