fudders Fasnet-Guru: Schmutzige Dunschdig in Hartheim

Fasnet-Guru

Im Heimatort unseres Fasnet-Gurus ist der Schmutzige Dunschdig "eher eine Veranstaltung für das jüngere Publikum" - oder ist der Guru einfach älter geworden? Deswegen hat er sich auf Empfehlung eines Einheimischen nach Hartheim bewegt. Wie's war:



Die Narren am Eingang

Es gibt heute gelbe 18er- und blaue 16er-Bändel. Vor dem Eingang um die Ecke steht eine Gruppe Mädels, die gerade heftig am Diskutieren ist, wer jetzt wem und wie einen gelben Bändel besorgt. Na, das kann ja heiter werden!

Party-Location & Fasnets-Deko

Hoch oben auf dem Boxenturm sitzt majestätisch ein Tiger der mit lässiger Sonnenbrille in die Partymenge blickt. Gehört bestimmt zur Security.

Wer war da?

Hemdklunki gestreift in weiß-rot, und - ratet mal - in weiß-blau. Dazwischen ein paar Fasnachts-Amateure die sich als Dino oder Cowboy verkleidet haben. Bestimmt Zugegzogene!



Partyatmosphäre und Klangwaren-TÜV

Die Band nennt sich Infinity und man kann ihr das Zeugnis „Sie haben sich stets bemüht“ ausstellen. Die Dame singt sehr gut, doch die drei Herren treffen nicht ganz jeden Ton. Das machen sie aber weg mit ihrem ungebrochenen Willen, das Publikum miteinzubeziehen. Der Masse gefällt's, da will ich also mal nicht meckern.

Zu Beginn des Abends ist die Stimmung noch recht zurückhaltend, doch gegen halb 11 kommt die Strauschuh "Schlurbi Heitersheim" auf die Bühne. Mit das Beste, was die Region an Gugge zu bieten hat! Und plötzlich kocht der Saal. Nach dem halbstündigen Auftritt nimmt Infinity die Stimmung wunderbar auf, und die Party ist nun richtig in Schwung.



An der Bar

Man merkt, das es nicht die erste Veranstaltung dieser Art ist, trotz dem großen Andrang geht es euckzuck. Einfach weil die Struktur hinter der Theke stimmt. Großes Lob an die Rheingeister!

Auf dem Klo um halb eins

Kurze Lagebeschreibung: Eine Reihe Pissoirs an der Wand. Direkt gegenüber zwei Kabinen und eine Abtrennwand. Und mit direkt gegenüber meine ich: höchstens einen guten halben Meter. Es drängen sich Unmengen an Menschen in das Klo und man steht nun an diesem Pissoir, während hinter einem sich Männlein Richtung Kabinen drängeln. Verdammt enge Geschichte das Ganze. Mehr will ich nicht beschreiben.



Aufregerle

Zu Beginn streikt die Anlage das ein oder andere Mal, und Infinity steht ohne Ton auf der Bühne. Die sind aber Profis und machen das Beste aus der Situation. „Put your hands up in the air! Put your hands up…“

Aufheiterle

Eine Gruppe Mädels versucht, ihrer angetrunkenen Freundin eine Flasche Wasser ein zu trichtern. Aber irgendwie nuckelt sie lieber an ihrem Schoppen. Auf jeden Fall amüsant zu beobachten, das ganze Theater.

Fazit

Nach den letzten vier SchmuDos sind meine Ansprüche an den „Fasnetsauftakt“ extrem gesunken. Hartheim hat dafür gesorgt das dieser Anspruch nun wieder etwas gehoben wurde. Die etwas weitere Tour hat sich also gelohnt.