fudders App-Check: Wein-Infos scannen mit Vivino

Fabian Fechner

Vivino ist eine App für alle Liebhaber von Wein, Sekt und Champagner. Dabei spielt es keine Rolle, ob man als Profisammler schon 250 Flaschen Bordeaux im Keller hat oder nur gelegentlich mal gerne ein Viertele zum Feierabend genießt. Der Clou: Man scannt mit der App einfach das Weinetikett.



Fotografiert man bei guten Lichtverhältnissen die Vorderseite einer Weinflasche, erkennt Vivino in Sekunden den Wein aus der eine Million Produkte umfassenden Datenbank. Daraufhin kann man den Wein mit ein bis fünf Sternen bewerten und eine bis zu 512 Zeichen lange persönliche Notiz zum  Geschmack eingeben.


So vergisst man nie wieder einen guten (oder schlechten) Wein, den man getrunken hat und kann mit anderen Usern teilen, ob das Preis-Leistung-Verhältnis stimmt oder zu welchen Gerichten der Tropfen am besten passt. Natürlich sieht man auch die Kommentare und Empfehlungen anderer Weinliebhaber. Zudem wird angezeigt, wie gut der Wein weltweit, in seinem Herkunftsland und in seinem Anbaugebiet abschneidet.

Damit kann auch ein Laie die Qualität besser einschätzen und die Kauf- oder Trinkentscheidung einfacher fällen. Aber auch ganz simple Informationen für Weineinsteiger werden angeboten.



Keine Ahnung, welche Traube man gerade trinkt oder woraus das Cuvée im Glas besteht? Vivino verrät es. Hat man sich eine digitale Bibliothek an Weinen angelegt, werden diese übersichtlich nach Rebsorte, Anbauland und Speisen, mit denen man sie am besten genießen sollte, in der App präsentiert.

Am Samstag kommen Freunde zum Pasta-Essen vorbei und der passende Wein fehlt noch? Ein Blick in die App verrät, welche Begleitung letztes Mal so gut zu den selbst gemachten Penne Carbonara geschmeckt hat. Sollte das nicht helfen, kann man immer noch auf das Wissen der Vivino-Community zurückgreifen. Möchte man seinen umfangreichen Weinkeller professionell katalogisieren, sollte man sich die Pro-Version der App zu legen. Diese unterstützt dann die Textsuche für bis zu eine Million Weine.

Zu Beginn scheint die App etwas unübersichtlich und die Bedienung fällt noch schwer. Beschäftigt man sich aber etwas länger mit Vivino, wird klar, dass die Informationsfülle diese kleinen Nachteile rechtfertigt. Weiteres Manko: In einer zusätzlichen Funktion sollen Restaurants und Weinhändler in der Umgebung gefunden werden. In unserem Test wurde lediglich der Bahnhofsshop mit null Weinen im Angebot erkannt, obwohl ein Gasthaus in der Nähe war.

Die Daten für dieses Tool basieren allerdings auf den Scans von Nutzern, könnten sich also in Zukunft noch verbessern. Wie ein guter Wein, sollte somit auch Vivino mit der Zeit immer besser werden.

Vivino: Kostenlos für iOS und Android. Für Weinexperten und Profisammler gibt es Vivino Wine Scanner Pro für 4,49 Euro.  

The Vivino Wine Scanner Explained

Quelle: YouTube


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