fudder-Debatte: Sollten illegale Partys toleriert werden?

fudder-Redaktion

Sie finden auf Waldlichtungen oder in verlassenen Gebäuden statt, und ihre Gäste kennen den Ort oft nur durch eine SMS oder Mund-zu-Mund-Propaganda: illegale Partys. In der Nacht zum Pfingstsonntag gab es solch eine Veranstaltung auch bei uns, in der Regio - bis die Polizei sie auflöste. Wir wollen von euch wissen: War das nötig? Oder sollten illegale Partys nicht einfach geduldet werden?


[Nicht nur in Rumänien – wie hier auf dem Archivfoto – feiern Technofans gerne im Wald.]

Bässe, Lagerfeuer und circa 700 Feiernde: Auf dem Waldparkplatz Kreuzeiche zwischen Lörrach und Rheinfelden fand von Samstag auf Sonntag eine illegale Techno-Party statt. Wie Insider berichten, nicht zum ersten Mal.


Wie die Badische Zeitung berichtet, hätten sich gegen 2 Uhr nachts Anwohner der angrenzenden Ortschaften über die Musik beschwert:

Gegen 3 Uhr trat schließlich die Polizei mit etwa 40 Beamten, zusammengezogen von umliegenden Polizeidienststellen der Region, mit Unterstützung der Bundespolizei, dreier Hundestaffeln sowie einer Einheit aus dem Bereich Freiburg den Festgästen entgegen.

Mutmaßliche Besucher der Party behaupten (in den Kommentaren zu jenem Artikel), dass die Polizei aufgrund einer Rangelei am Lagerfeuer von Partygästen selbst auf den Plan gerufen worden sei.

fudder-Debatte:

War es nötig, die Party aufzulösen? Oder hätte man nicht ein Auge zudrücken können? Wer hat Recht: die Partygänger, die friedlich in besonderer Atmosphäre feiern wollen? Die Exekutive, die Recht und Ordnung durchsetzt? Die Naturfreunde, die beklagen, dass durch solche Aktionen nicht nur junge Pflanzen beschädigt, sondern auch die vielen Jungvögel, Brutnester und Kleintiere empfindlich gestört würden? Die Anwohner, die behaupten, die Musik erlaube ihnen nicht, zu schlafen? Brauchen wir auf jenem Waldparkplatz gar eine Eiche der Toleranz?

Du bist gefragt!


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[Foto: AFP]