fudder-Debatte: Brauchen wir eine Freiburg-App?

Julian Schwizler

Mit einem interfraktionellen Antrag machen sich die städtischen Fraktionen der SPD und FDP für die Entwicklung einer Freiburg-App stark. Diese soll unter anderem eine digitale Stadtführung ermöglichen; Städte wie Köln und Hamburg dienen dabei als Vorbild. Nur: Braucht Freiburg so was wirklich?

Ende November wurde ein Antrag an Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon gestellt. Gefordert wird die Prüfung zur Umsetzung einer App, die auf den verbreiteten Systemen von Apple und Google laufen soll. Folgende Angebote sollen gebündelt und für Smartphonenutzer angeboten werden:

  • Touristischer Wegweiser (mit Einbindung in Google Maps)
  • Gastronomischer Wegweiser (ebenso) sowie Übernachtungsmöglichkeiten
  • Behördenwegweiser (ebenso)
  • Fahrplanauskunft
  • Auskunft über Öffnungszeiten von Bädern, Bibliotheken, etc.
  • Notfallhilfen
  • Auskunft über Barrierefreiheit von Einrichtungen

Die Fraktionen der Freiburger SPD und FDP bitten nun um einen "Sachstands- bzw. Ergebebnisbericht im nächsten Verkehrsausschuss."

Eine vergleichbare kostenlose Applikation findet in Hamburg großen Anklang, über 140.000 Downloads kann diese bereits vorweisen. Zur Wahl stehen dort anfangs zwei Modi: Anwohner oder Tourist. Auch fünf verschiedene Audioguides werden gegen einen Aufpreis angeboten. Die Freiburger Initiatoren wollen mit der Programmierung einer solchen App vor allem auf den Trend weg von den "analogen Hinweissystemen" reagieren. Für die Ausarbeitung und Unterbreitung des Angebots könnte ihres Erachtens die Freiburger Wirtschaft Touristik und Messe sorgen.

fudder-Debatte

Braucht Freiburg wirklich eine digitale Alternative zum dem geplanten analogen Fußgängerleitsystem? Handelt es sich dabei um eine absolut notwendige App oder doch nur um eine teure, eierlegende Wollmilchsau? Was meint ihr?

Du bist gefragt!

 

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