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Fridays for Future übergibt Klimaforderungen an Oberbürgermeister

amx

Die Freiburger Ortsgruppe von "Fridays for Future" wird konkret: Am Freitag übergaben sie ein 13-seitiges Papier mit Forderungen an die Politik. Sie fordern unter anderem Klimaneutralität bis 2030.

Nach der bundesweiten Bewegung wendet sich nun auch die Freiburger Ortsgruppe der "Fridays for Future" mit konkreten Forderungen an die Politik. Am Freitagnachmittag übergaben sie das 13-seitige Papier an Oberbürgermeister Martin Horn.


Darin finden sich zahlreiche Vorschläge, deren "konsequente Umsetzung" die Gruppe fordert: Klimaneutralität bis 2030, 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung bis 2030, schnelle Einführung einer City-Maut, ticketfreier Nahverkehr bis 2025, starke Aktionen zum Erhalt der Artenvielfalt – darunter ein sofortiges Verbot von Herbiziden – sowie die sofortige Erklärung des Klimanotstands. Diesen symbolischen Schritt sind in Deutschland bisher Konstanz und Kiel gegangen.

Freiburg komme aufgrund seines ökologischen Images eine Vorbildfunktion zu, die es nun umzusetzen gelte. "Wir haben uns generell dazu entschieden, nur unsere Forderungen zu stellen", erklärte Eva (17) auf der selbstorganisierten Pressekonferenz im Innenhof des Rathauses. "Wir haben zwar auch Pläne zur Umsetzung im Hintergrund, aber das ist die Aufgabe der Stadt – die wollen wir ihr lassen." Ihr Mitstreiter Jonathan (14) fügte energisch hinzu: "Das ist ja der Job der Politiker, dafür sind sie gewählt."

Bisher hätten alle Listen ihr Wohlwollen bekundet. "Aber es ist Wahlkampf", meinte Eva trocken: "Mal sehen, wie es danach aussieht."

Vor der Europawahl wollen die Schülerinnen und Schüler noch einmal in europaweit auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Auch in Freiburg – am Freitag, 24. Mai, 10 Uhr – treffen sich die Aktivisten auf dem Platz der Alten Synagoge.