Freitag: Vortrag zum Nationalsozialistischen Untergrund im White Rabbit

Manuel Lorenz

Uwe Mundlos, Uwe Böhnhart, Beate Zschäpe: Seit November 2011 stehen diese Namen synonym für rechtsextremen Terrorismus aus dem Untergrund. Katharina König hat die drei als Jugendliche im Jena der 1990er Jahre erlebt. Am Freitagabend spricht sie im White Rabbit darüber.



Der Titel ihres Vortrags lautet: "Wenn Wegschauen tötet - 13 Jahre 'Nationalsozialistischer Untergrund'."

Katharina König ist im Jena der neunziger Jahre aufgewachsen – Uwe Mundlos, Uwe Böhnhart und Beate Zschäpe (siehe Foto oben) sind ihr ebenso von damals bekannt wie Ralf Wohlleben, Andre Kapke, Tino Brandt und viele andere. Übergriffe auf das Jugendzentrum JG-Stadtmitte, aber vor allem antifaschistisch engagierte Menschen durch die Thüringer Naziszene erlebte sie teils persönlich mit.


Seit 2009 sitzt Katharina König für die Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag und ist Mitglied im dortigen Untersuchungsausschuss zum "Nationalsozialistischen Untergrund".

Freitagabend will sie nicht nur über die 13 Jahre des „Nationalsozialistischen Untergrund“ und die bisherigen Ergebnisse der Aufklärung reden. Sie will eine Situation in Ostdeutschland aufzeigen, in welcher Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe politisch sozialisiert wurden und rechte Netzwerke entstehen konnten, aus denen diese Mordserie resultiert.

Nach dem Vortrag legen die DJs Legotechnik und Don Kanalie elektronische Tanzmusik auf.

Mehr dazu:

Was: Vortrag "Wenn Wegschauen tötet - 13 Jahre 'Nationalsozialistischer Untergrund'" von Katharina König; danach: elektronische Tanzmusik von den DJs Legotechnik und Don Kanalie
Wann: Freitag, 1. Februar 2013, 20 Uhr
Wo: White Rabbit