Straßenverkehr

Freiburger Polizei warnt vor Wurfattacken auf Autos

dpa & BZ-Redaktion

Nachdem Jugendliche mehrere Gegenstände von einer Brücke auf fahrende Autos geworfen haben, hat die Polizei vor der Gefahr solcher Aktionen gewarnt. Auch geworfene Brötchen können gefährlich sein.

Es handele sich in solchen Fällen um eine schwere Straftat und nicht um harmlose Streiche, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Es könne, auch durch Ausweichmanöver, zu schweren Unfällen mit Toten und Verletzten kommen. Ermittelt werde wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Dies gelte unabhängig davon, was geworfen werde.


Jugendliche hatten am Montag in Freiburg mit Wasser vollgesogene Lebensmittel von einer Brücke auf mehrere Autos geworfen. Eine Fahrerin musste dem aufgeweichten Backwerk ausweichen und ihren Wagen von der Straße steuern.

Verletzt wurde niemand, die Polizei hat keine Spur von den Tätern. Die beiden Personen werden wie folgt beschrieben: Beide männlich, etwa 16 bis 20 Jahre alt, bekleidet mit dunklen Jacken. Beide hatten Fahrräder dabei.

Das Polizeirevier Freiburg-Süd (Telefon 0761/882-4421) hat die Ermittlungen übernommen. Die Beamten suchen Zeugen, die den Vorgang beobachtet haben oder Angaben zur Identität der Werfer machen können.

In Balingen (Zollernalbkreis) hatte am Montag eine unbekannte Gruppe Jugendlicher zahlreiche Gegenstände auf eine Bundesstraße geworfen. Zu einem Unfall kam es nicht.

Ende September hatte ein 36-Jähriger auf der A7 bei Heidenheim einen Stein vor das Auto einer Familie geworfen. Der Wagen kam von der Straße ab, Vater und Kinder wurden schwer verletzt, die Mutter lebensgefährlich. Der Verdächtige wurde wenig später festgenommen.