3D-Ansicht

Freiburg hat jetzt ein eigenes digitales Stadtmodell

Joshua Kocher

Vier Jahre Arbeit haben ihre Früchte getragen: Freiburg gibt es jetzt als digitales Stadtmodell. Es sieht ein bisschen aus wie die 3D-Ansicht in Google Maps – doch es soll laut Stadtverwaltung besser sein.

"Wir haben jetzt ein besseres Google-Streetview", schwärmte Rathaussprecher Toni Klein. 60.000 Gebäude sollen Mitarbeiter der Stadtverwaltung in den vergangenen vier Jahren liebevoll modelliert haben. Das Ergebnis: ein digitales Stadtmodell Freiburgs, in dem man beliebig rumzoomen und umherwandern kann. Eigentlich alles, was man auch mit der 3D-Ansicht von Google-Maps machen kann.


Doch einen entscheidenden Vorteil hat das städtische Modell: es wird laufend aktualisiert. Auch jahres- und tageszeitliche Ansichten soll es geben, so Toni Klein. So könne man sich beispielsweise den Schattenverlauf über den Tag ansehen.

Auch Häuser kann man auf der Webseite beliebig einzeichnen

Genutzt werde es auch in der Verwaltung – unter anderem vom Stadtplanungsamt, dem Garten- und Tiefbauamt und der Feuerwehr. "Da wir die Daten ohnehin haben und pflegen, stellen wir jetzt alles, was datenschutzrechtlich möglich ist, der Öffentlichkeit zur Verfügung", sagte Finanzbürgermeister Stefan Breiter zur Präsentation des Modells. Jeder darf die Bilder nutzen, jedoch darf mit ihnen kein Gewinn erzielt werden

Eine Funktion erscheint besonders nutzvoll. So können Anwohner sich in ihrer Nachbarschaft die Umrisse von imaginären Gebäuden einzeichnen. Wer also wissen mag, wie ein Haus nebenan aussähe, kann das nun mit ein paar Klicks. Auch Sonnenspiegelungen, wie sie an der Außenfassade der Universitätsbibliothek zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten vorkommen, könne man nun voraussehen, so Klein.