Kaffeebecher-Pfand

Freiburg-Cup-System soll verbessert werden

Simone Höhl

Der Freiburg-Cup wird nur schleppend genutzt, jetzt wollen Stadtverwaltung und die ASF das Pfandsystem für Kaffee zum Mitnehmen verbessern. Erster Schritt: Der Cup hat nun eine Website.

Nach sieben Monaten Praxistest wollen Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF), Rathaus und Cafés das Konzept weiterentwickeln. Die neue Website freiburgcup.de mit Stadtplan, der alle teilnehmenden Cafés und Bäckereien anzeigt, soll die Rückgabe der Becher optimieren.


Anfang September sollen neue Cups einen QR-Code tragen, der Konsumenten über eine Internetseite zur nächsten Abgabestelle leitet. "Das Mehrwegsystem lebt von der Mitwirkung der Benutzerinnen und Benutzer", wird Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik in einer Mitteilung zitiert.

Erst waren sie schnell weg, jetzt werden sie kaum genutzt

Der Mehrwegbecher für Kaffee "to go" ist in 15 Cafés und Bäckereien eingeführt worden. Medien berichteten bundesweit. Die Cups wurden schnell verkauft, auch als Souvenir, zurück kamen nur wenige. BZ-Stichproben zeigten, dass sie aber wenig genutzt wurden.

Inzwischen bekamen 90 Cafés und Bäckereien 20 000 Pfandbecher, viele Städte planen ähnliche Aktionen, teilen Rathaus und ASF mit. Ihre Zwischenbilanz: "Der Cup hat sich in der Stadt etabliert und wird von den Konsumentinnen und Konsumenten akzeptiert." Allerdings brachte gerade die geringe Nutzung dem Cup eine schlechte Ökobilanz ein: Ein Team der Uni hielt das System für verbesserungsfähig und -bedürftig.


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