Freiburg bekommt einen Müsli-Food-Truck

Laura Wolfert

"Wir sind wie eine Imbissbude – nur gesund", sagt Hanna Kuhfuß. Mit ihren Kolleginnen Andrea Pfreundt und Sarah Rieser will sie mit einem Foodtruck durch die Freiburger Straßen ziehen und Müsli verkaufen.

"Mit allem, aber ohne Soße, bitte" – klingt wie eine Yufka-Bestellung, wird aber bei einem Müslistand aufgegeben. Es riecht nach frischem Obst und Pfefferminz. Hanna Kuhfuß rückt hinter einem kleinen Tisch ein paar Schalen und Weckgläser mit Fruchtmischungen zurecht. Blaubeeren werden angeboten. Es gibt Chia-Samen und Erdbeersoße. "Wir sind wie eine Imbissbude – nur gesund", sagt die Freiburgerin.


Der Foodtruck: Ein altes Marktauto

Sie will mit ihren Freundinnen Andrea Pfreundt und Sarah Rieser – alle Anfang 30 – in einem Foodtruck durch die Straßen ziehen und Müsli verkaufen. Dafür bieten die drei jungen Frauen vor dem Pausenraum in Zähringen – unter einem Pavillon, zwischen Sitzsäcken und Hängematten – ihr Müsli an. Einmalig, kostenlos, zum testen. "Uns ist es erstmal wichtig, von der Öffentlichkeit ein Feedback zu bekommen", sagt Hanna.

Einen einsatzbereiten Truck für das Projekt haben die Frauen allerdings noch nicht. "Wir haben einen VW T4, ein altes Marktauto, der gerade umgebaut wird. Den Innenumbau wollen wir in etwa drei Wochen in Angriff nehmen", sagt Sarah. "Das Müsli-Projekt" oder "Genussbus", wie das Startup aktuell heißt, hat bereits einen Stellplatz an der Universität. "Toll wäre ein Platz im Stühlinger und beim Markt in Rieselfeld". Von morgens bis nachmittags soll verkauft werden.

Was angeboten wird: bio und regional

"Was darf es sein?", fragt Andrea, die Dritte im Bunde, einen Passanten in Radlerhose. Sein Blick schweift über den kleinen Tisch mit bunt gefüllten Schüsseln. Zur Auswahl stehen: Eine Joghurt-Creme mit Hafer und Apfel, eine Quarkcreme, eine Chia-Creme mit Kokosmilch und Sojajoghurt, und eine Nusshafercreme mit Cashewnüssen und Äpfeln. "Das Besondere an den Müslis sind genau diese hausgemachten Cremes", sagt Hanna.

Neben Joghurt und Quark stehen saisonale Obstsorten, Crunch-Körner und Soßen zur Auswahl. Eine vegane Schokosoße mit Zartbitterkuvertüre, eine nicht-vegane mit Vollmilchschokolade, eine Mangosoße und eine Beerensoße. "Hauptsächlich regional", sagt Andrea.

Der Mann in Radlerhose kratzt sich am Kopf und blickt die Verkäuferin nachdenklich an. Wer sich bei der großen Auswahl nicht entscheiden kann, für den soll demnächst ein fertig gemixtes Tagesmüsli angeboten werden. Ein Müslibecher soll je nach Größe zwischen 2,50 und 5,50 Euro kosten.

Die drei Müsli-Damen

"Ich bin eigentlich Physikerin. Ich wollte erstmal keine Forschung mehr machen, sondern lieber was mit Essen. Dann kam Hanna mit ihrer Müsli-Idee und ich war sofort dabei", sagt Andrea. Ihre Kollegin Sarah Rieser kommt aus dem Marketing und Hanna Kuhfuß ist nebenberuflich Forschungstaucherin. "Der Foodtrucktrend macht gerade eine große Welle. Wieso sollten wir da nicht mitsurfen?", sagt Kuhfuß.

Müsli gibt es ab September

Der Foodtruck soll ab September starten. Eine Facebookseite für das "Müsli-Projekt" gibt es schon. Dort soll unter anderem abgestimmt werden, wie das "Müsli-Projekt" zukünftig heißen soll. fudder wird wieder berichten, wenn der Foodtruck einsatzbereit ist.