Fliegerbombe im Klinikviertel gefunden – Entschärfung notwendig

Carolin Buchheim

Bei Tiefbauarbeiten nahe der Uniklinik ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe soll am Sonntag entschärft werden – dann werden Wohnungen und Teile der Klinik evakuiert werden müssen.



Bei Bauarbeiten zum sogenannten UniCarré des Bauverein Breisgau ist in der Robert-Koch-Straße zwischen Hugstetter- und Barbarastraße eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.


Spezialisten des Kampfmittelräumdienst aus Stuttgart waren am Nachmittag nach Freiburg gekommen, nachdem Bauarbeiter Alarm geschlagen hatten. Am späten Nachmittag stand fest: bei dem Fundstück handelt es sich um eine Bombe, die entschärft werden muss.

Zeitpunkt für die Entschärfung steht noch nicht fest

Die Entschärfung wird aktuell für Sonntagvormittag geplant; Dann werden Wohnungen und Teile der Uniklinik evakuiert werden müssen. Wie viele Menschen und welche Teile der Uniklinik betroffen sind, steht ebenfalls noch nicht fest, da die Experten den sogenannten Gefahrenradius der Bombe noch nicht ermittelt haben. Zur Stunde wird die Bombe gesichert. Sobald die Sicherungsmaßnahmen abgeschlossen sind, werden die Straßensperrungen rund um den Fundort aufgehoben. Diese Sperrung betrifft Fußgänger und Fahrzeuge im Bereich um den betroffenen Block zwischen Robert-Koch-Straße, Hugstetter- und Barbarastraße. Das Gelände ist zur Zeit unbebaut, die Wohnbebauung wurde bereits Mitte 2015 abgerissen. Anwohner der umliegenden Straßen des Klinikviertels können ungehindert in ihre Wohnungen.

Straßensperrungen werden im Lauf des Abends aufgehoben

Der Klinikbetrieb ist nach Angaben der Polizei nicht beeinträchtigt, allerdings ist die Zufahrt zum Klinikgelände zur Stunde nur über Breisacher- und Kilianstraße möglich. Fußgänger und Radfahrer können das Klinikgelände auch nicht durch den "Torbogen" betreten. Die Notfallklinik kann ungehindert über die Sir-Hans-A.-Krebs-Straße angefahren werden.

Auch mehr als 70 Jahre nach Kriegsende werden in Freiburg regelmäßig Weltkriegsbomben gefunden. Insbesondere die Stadtteile westlich der Innenstadt sind betroffen, da die Luftangriffe auf die Stadt von Westen geflogen wurden. Während des Bombenangriffs auf Freiburg am 27. November 1944, bei dem weite Teile der Innenstadt zerstört wurden, wurde auch das Klinikviertel stark beschädigt. So wurde etwa die Lutherkirche, die sich einen Block vom heutigen Fundort entfernt befand, in jener Nacht völlig zerstört.

[Foto: Ingo Schneider]