"The Remains"

Filmgespräch mit Vertretern des DRK-Suchdiensts und der Seebrücke im Friedrichsbau

Gina Kutkat

Die Doku "The Remains" zeigt die Schicksale von Menschen, die über das Mittelmeer geflüchtet sind. Und sie lässt Menschen zu Wort kommen, die auf der Insel Lesbos täglich mit dem Tod konfrontiert werden. Im Anschluss an den Film gibt es ein Gespräch.

Bootsreste, angeschwemmte Habseligkeiten, herrenlose Schwimmwesten: Auf Lesbos deuten herumliegende Überreste auf tausende anonyme Schicksale hin. Mehr als 30.000 Menschen haben in den letzten 25 Jahren im Mittelmeer in den Tod gefunden. In ihrem Dokumentarfilm "The Remains – Nach der Odyssee" zeigt Nathalie Borgers Betroffene und deren Schicksale und nutzt dafür zwei Erzählebenen.


Die eine führt auf die Insel Lesbos: Hier sind viele Flüchtlinge auf ihren Weg nach Europa gelandet. Beeindruckende Menschen kommen zu Wort, die täglich mit extremen Situationen und dem Tod konfrontiert werden. Die Dokumentarfilmerin zeigt wie die griechische Küstenwache Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes im Umgang mit Leichen schult. Geflüchtete recyceln den Plastikmüll; ein Friedhof entsteht, wo statt eines Namens und der Geburts- und Todesdaten nur der Hinweis "Agnostos –Unbekannter" und ein Datum der Bergung zu lesen sind.



Der zweite Erzählstrang zeigt den aus Syrien geflüchteten Farzat Jamil, der in Wien Asylstatut erlangt hat. Am Flughafen nimmt er endlich seinen Vater und die drei Schwestern in den Arm. Doch 13 Familienmitglieder sind seit der Überfahrt von der Türkei nach Griechenland verschollen – der Trauer um sie überschattet alles.

Der Film von Nathalie Borges wurde mit dem großen Diagonale-Preis Dokumentarfilm 2019 ausgezeichnet und ist Ende September in den deutschen Kinos gestartet. Im Anschluss an die Filmpremiere sprechen Vertreter des DRK-Suchdienst und der Seebrücke e.V. über die Dokumentation.
  • Was: The Remains - Nach der Odyssee, danach Filmgespräch mit Vertretern des DRK-Suchdiensts und der Seebrücke
  • Wann: Mittwoch, 16. Oktober, 18 Uhr
  • Wo: Friedrichsbau Freiburg
  • Eintritt: 8, 50 Euro, ermäßigt 7,50 Euro