Ferienjobs: Wie verdienst du dein Geld?

Florian Peters

Ferien bedeuten für die meisten Schüler Partymachen, Ausschlafen und Faulenzen. Bei Helen, Lisa und Lukas ist das anders. Sie jobben in den Osterferien. Wie unterschiedlich ihre Aufgaben sind, was daran nervt und wieviel sie verdienen, all das haben wir in unserer kleinen Befragung erfahren.



Lisa-Marie

...ist 17, geht in die 11. Klasse des St. Ursula-Gymnasiums in Freiburg und jobbt derzeit in der Drogerie Müller in der Kajo.


„Ich arbeite hier als Kassiererin, schon seit Montag, heute ist mein letzter Arbeitstag. 7,20 Euro brutto bekomme ich pro Stunde. Das Geld soll zur Finanzierung meines Führerscheins beitragen. Meine Arbeitszeiten sind von 16 Uhr bis 20 Uhr, manchmal beginne ich auch eine Stunde früher und höre schon um 19 Uhr auf. Wenn ich länger als vier Stunden arbeite, darf ich eine Pause machen, ansonsten nicht.

Meine Arbeitskleidung ist ein weißer Müllerkittel mit Namensschild. Privatgespräche sollte ich an der Kasse keine führen. Der Job ist interessant, aber auch anstrengend, da man sich beim Kassieren gut konzentrieren muss, um keine Fehler zu machen. Man muss gleichzeitig mit den Kunden sprechen können und kassieren. Außerdem ist dieser Job nichts für empfindliche Nasen, bei all den Düften in diesem Geschäft.“



Lukas

...ist 18, Abiturient vom Berthold-Gymnasium und jobbt in der Freiburger Filiale eines großen Stuttgarter Modegeschäfts.

„Ich bin Doorman, kümmere mich um Kundenservice und die Sicherheit im Geschäft. Seit zirka zwei Jahren arbeite ich hier immer in den Ferien. Früher habe ich Ware aus den LKW ausgeladen und ins Lager gebracht. Doorman darf man erst werden, wenn man 18 ist. Ich arbeite von 10 Uhr bis 20 Uhr, also täglich neun Stunden mit zwei Pausen á 30 Minuten. Die ganzen Osterferien werde ich hier arbeiten, einschließlich Ostersamstag. Ich verdiene 10 Euro in der Stunde.

Schwarzer Anzug, Hemd, schwarze Schuhe und ein Namensschild des Unternehmens, das ist meine Arbeitskleidung. Das Handy muss ich während der Arbeit ausmachen. Privatgespräche mit Kunden soll ich eher unterlassen. Das viele Stehen den ganzen Tag über kann manchmal nervig sein. Vom verdienten Geld würde ich mir gerne ein Mac Book kaufen.



Helen

...ist 18, geht in die 12. Klasse des Goethe-Gymnasiums und jobbt gerade in der Hautklinik der Universität.

„Ich arbeite hier seit Montag als Putzkraft und putze Patientenzimmer, Labore und die Flure der Klinik. Den Job mache ich zusammen mit meiner Zwillingsschwester Lara. Um 6 Uhr morgens geht es los, die Arbeit dauert bis um 12 Uhr. Sechs Stunden täglich. Von 9 Uhr bis 9.30 Uhr mache ich Pause. Mein Putzoutfit ist weiß-türkisfarben. Das Handy ist während der Arbeit tabu, leider auch der MP3-Player. Das finde ich schade.

Ich verdiene ungefähr sieben Euro in der Stunde und werde hier noch die ganzen Osterferien arbeiten. Es ist körperlich anstrengend, aber keine Tätigkeit, bei der ich mich sehr konzentrieren muss. Durch diesen Ferienjob habe ich aber sehr großen Respekt vor den Menschen gewonnen, die damit hauptberuflich ihr Geld verdienen. Das frühe Aufstehen nervt manchmal. Mit dem Geld, das ich hier verdiene, will ich meine Studienfahrt nächstes Jahr finanzieren.“