Ex-Freiburger Rapper wegen mehrfacher Vergewaltigung in Waldshut-Tiengen vor Gericht

fudder-Redaktion

Seit Dienstag wird am Landgericht Waldshut-Tiengen der Prozess gegen einen Mann wegen mehrfacher Vergewaltigung verhandelt. Der 34-jährige Rapper, der bis vor einigen Jahren in Freiburg lebte, soll zwischen 2007 und 2013 mehrfach Frauen heimlich Drogen verabreicht haben, um sie anschließend zu vergewaltigen.

Insgesamt acht Frauen soll der Mann in den Bereichen Freiburg-Waldkirch, Wiesental, Waldshut-Tiengen, Klettgau und Albbruck-Dogern sexuell belästigt beziehungsweise vergewaltigt haben. In sechs Fällen soll er Analverkehr erzwungen haben, zweimal soll er vorzeitig von den drogengeschwächten Opfern abgelassen haben. Drei Frauen waren laut Anklage bis zur körperlichen Übelkeit alkoholisiert, fünfmal soll der Mann mit "bewusstseinstrübenden Substanzen" nachgeholfen haben. Mindestens zwei Frauen soll der Mann mehrfach missbraucht haben.


Ausgangspunkt waren zum Teil Partys oder Betriebsfeste, bei denen heftig dem Alkohol zugesprochen wurde. Meist half der Vergewaltiger nach, indem er den Frauen eine Droge ins Getränk mischte. Danach wurden die Opfer müde, litten unter Schweißausbrüchen oder Bewusstseinstrübungen. Den restlichen Widerstand brach der kräftige Mann auch mit körperlicher Gewalt und Sprüchen wie: "Stell dich nicht so an!" Zum Teil hatte der Angeklagte den Frauen eine Schlafgelegenheit angeboten, mal die Situation zu zweit in der Wohnung ausgenutzt, so der Vorwurf.

Die Verhandlung wird am Freitag fortgesetzt. Für schwere Vergewaltigung und gefährliche Körperverletzung kann eine mehrjährige Gefängnisstrafe verhängt werden.