Erste Festnahme nach Silvester-Schlägerei im QU-Club

Joachim Röderer

Nach der Massenschlägerei in der Diskothek QU-Club an Silvester mit 15 Verletzten hat die Polizei den mutmaßlichen Haupttäter ermittelt. Gegen den 25 Jahre alten Mann wurde Haftbefehl erlassen. Wie die Polizei jetzt weiter ermittelt:



Am Freitagnachmittag ist der Mann dem Haftrichter vorgeführt worden, der den Haftbefehl in Vollzug setzte, wie es in einer gemeinsamen Erklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei heißt.


Am frühen Neujahrsmorgen war es in der Diskothek QU-Club am Fahnenbergplatz zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Gästen gekommen. Der verhaftete 25-Jährige soll dabei ein Messer eingesetzt und damit mindestens einen Kontrahenten schwer verletzt haben. Es handelt sich dabei um einen 19 Jahre alten Mann, der ebenfalls Gast in der Disko war. Der Tatverdächtige sei polizeilich bekannt und aufgrund anderer Delikte vorbestraft, heißt es in dem Bericht.

Umfangreiche Zeugenvernehmungen

Der Grund für den Streit sei bislang nicht bekannt, erklärte am Freitag Polizeisprecherin Laura Riske. Die Ermittlungen der Polizei gehen weiter. Es seien, so Riske, umfangreiche Zeugenvernehmungen notwendig. Auch die Videoaufzeichnungen in der Diskothek müssten noch ausgewertet werden. Neben dem Messer waren bei der Auseinandersetzung auch Flaschen eingesetzt worden.

Der Streit hatte insgesamt ein Dutzend Verletzte gefordert, vier davon sind schwer verletzt. Insgesamt neun Betroffene mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Nach dem Eingreifen der Türsteher hatte sich die Auseinandersetzung in den Außenbereich des Clubs verlagert.

16-köpfige Ermittlungsgruppe gegründet

Die alarmierten Einsatzkräfte fanden nach eigener Darstellung eine nur schwer überschaubare Situation vor, da rund um den Fahnenbergplatz eine Vielzahl verletzter Menschen angetroffen wurde, wie im erst am vergangenen Donnerstag nachgelieferten Polizeibericht vermerkt war.

Aufgrund des Ausmaßes arbeitet die Polizei mit einer 16-köpfigen Ermittlungsgruppe an der Aufklärung des Falles. Zeugen, welche zur Aufklärung des Geschehens beitragen können oder vor Ort Wahrnehmungen gemacht haben, sollen sich unter 0761/882-5777 mit der Kriminalpolizei in Verbindung setzen.

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[Archivfoto: Leopold Dzajkic]