Eröffnung: Buddha in Betzenhausen

Lisa Bannert

Azimi Sayd, 28, ist in Afghanistan geboren und in Freiburg-Betzenhausen aufgewachsen. Nachdem er in der Regio einige Erfahrungen in der Gastronomie gesammelt hat, erfüllt er sich nun den Traum eines eigenen Lokals. Azimis Schwester Maryam Sasei kocht im "Buddha" ab Donnerstag afghanische Gerichte, aber auch anderes.



Ambiente

Von außen nicht besonders einladend präsentiert sich das neue orientalische Restaurant „Buddha“ in Betzenhausen. Drinnen zeigt sich ein anderes Bild: handgeknüpfte Teppiche und teure afghanische Tücher hängen an den Wänden. Auf den Tischen liegen weiße Tischdecken und an der Wand steht eine 200 Jahre alte Buddha-Statue.

Besitzer ist der 28-jährige Azimi Sayd. Mit zwölf kam er mit seiner Familie aus Afghanistan nach Freiburg. Mit vierzehn fängt Azimi an, im Service zu jobben. Die Gastronomie weckt sein Interesse und er macht eine Ausbildung zum Restaurantfachmann. Da er in Betzenhausen aufwuchs, wollte Azimi seine Vorstellung von guter und internationaler Küche auch hier verwirklichen.



Publikum

Seit zwei Wochen läuft die Einspielzeit, wie sie der afghanische Besitzer nennt. Gekocht wird für Freunde, Familie, aber auch für Gäste, die in das versteckte Restaurant finden. Am Donnerstag, 3. Juli, ist die offizielle Eröffnung. Dann will Sayd Angestellten aus umliegenden Betrieben auch einen Mittagstisch anbieten. Die orientalisch eingerichtete Cocktail-Lounge lädt zum Entspannen ein und wer will, kann hier Wasserpfeife rauchen.



Das Besondere

Einem afghanischen Namen für das Restaurant wären die Gäste mit Skepsis begegnet, vermutet Azimi. Mit „Buddha“ hingegen hofft er die Neugier der Kunden zu wecken. Dennoch gibt es einen Bezug zu seiner Heimat: Afghanistan war vor dem Einzug des Islams buddhistisch, noch heute stehen dort Tempel-Buddhas. Damit will Azimi auch den Blick auf ein anderes Afghanistan lenken als auf jenes, das wir aus den Nachrichten kennen. Es geht ihm um das alte, traditionelle.

Auf der Speisekarte

...steht etwa „Kabuli Palau“, bestehend aus Basmati-Duftreis in Jachni-Sud, mit Möhren und Rosinen für 10 Euro. Aber es gibt auch Vertrauteres, Kalbsschnitzel etwa, mit Oliven, Pinienkernen und Ofenkartoffel für 14,80 Euro. Am Wochenende soll es auch internationale Menüs geben. Chinesisch, italienisch, afghanisch. Am Herd steht übrigens Maryam Sasei, die Schwester des Inhabers.



Wegbeschreibung

Straßenbahn Linie 1 Richtung Landwasser fahren, Haltestelle Betzenhauser Torplatz aussteigen, dann rechts in die Hofackerstraße einbiegen. Dann in die dritte Straße links rein, das ist die Linnéstraße. Auf der rechten Seite erscheint das Restaurant.

Adresse
Buddha
Linnéstraße 16
79110 Freiburg

Öffnungszeiten
Montag–Freitag 11:30 bis 14:30 Uhr und 17:30 bis 24 Uhr
Samstag 18 bis 24 Uhr
Sonntag Ruhetag

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