einestages: Bericht über den "Waldkircher Hitler"

Carolin Buchheim

Auf dem Zeitgeschichts-Portal einestages von Spiegel Online, gerade frisch mit dem Lead-Award als bestes Web-Magazin ausgezeichnet, steht heute ein Artikel über den SS-Standartenführer Karl Jäger aus Waldkirch auf der Startseite. Jäger organisierte die Ermordung von mehr als 130.000 litauischen Juden.



"Der Waldkircher Hitler" von Wolfram Wette ergänzt die aktuelle Spiegel-Titelstory "Die Täter – Warum so viele Deutsche zu Mördern wurden" und beschreibt den Weg des Waldkircher Prokuristen zum Massenmörder. Und auch, wie in Waldkirch über den Sohn der Stadt geredet wurde.


Älteren Einwohnern aus Karl Jägers idyllisch gelegener Heimatstadt Waldkirch im Schwarzwald, unweit von Freiburg im Breisgau, fällt nur Positives ein, wenn sie nach diesem Mann gefragt werden: Gewiss, er war ein alter Nazi, hatte schon in den zwanziger Jahren als der "Waldkircher Hitler" gegolten und in dem Städtchen bereits ab 1930 einen einhundertköpfigen SS-Sturm aufgebaut. Aber so sei die Zeit nun mal gewesen. Im Übrigen habe es sich bei Jäger jedoch um einen "feinsinnigen und kultivierten Musiker" gehandelt, sogar um einen "brillanten Führungskopf".

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[Danke an Christian für den Hinweis!]