Einbruchserie aufgeklärt

David Weigend

Die beängstigende Serie von Wohnungseinbrüchen, die zwischen November 2006 und Januar 2007 in Freiburg, Emmendingen und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald für Anspannung sorgte, scheint geklärt. Die Täter wurden in Kroatien festgenommen.



Am siebten Januar wurden in der kroatischen Hafenstadt Zadar eine 47 Jahre alte Frau und ihr 27 Jahre alter Sohn festgenommen. Beide stammen aus Bosnien-Herzegowina. Sie hatten sich Ende 2006 in Deutschland aufgehalten und waren hier wegen früherer Eigentumsdelikte zur Festnahme ausgeschrieben. Den neuerlichen Aufenthalt nutzte das Duo, um in der Region Freiburg eine Vielzahl von Wohnungseinbrüchen zu begehen.


Die Vorgehensweise wiederholte sich. Während der Abwesenheit der Haus- oder Wohnungsbesitzer hebelte das Gaunerpaar die Terrassentür oder leicht zugängliche Fenster auf, um aus der Wohnung Bargeld, Schmuck und Elektrogeräte  zu stehlen, nämlich Laptops, Digitalkameras, Handys und Fotokameras. Kurz vor dem 7. Januar endete die beängstigende Einbruchsserie. Die Kripo in Freiburg und in Emmendingen zählte rund 60 Taten. Der Diebstahlsschaden dieser Serie beläuft sich auf deutlich über 100 000 Euro. An den betroffenen Häusern und Wohnungen entstand Sachschaden in noch nicht bekannter Höhe.

Mitte Januar 2007 kam über Interpol die Mitteilung, dass in der kroatischen Hafenstadt Zadar eine Frau und ein Mann festgenommen worden seien. Dem Paar werden von den kroatischen Behörden folgende Taten zur Last gelegt: Einfuhrschmuggel, Bestechungsversuch, Verwendung gefälschter Dokumente und Einfuhr von Betäubungsmittel. Im Kofferraum des Wagens des Gaunerpaares fanden sich Bargeld, Schmuck und eine Vielzahl von Elektrogeräten.

Eine erste Auswertung des Diebesguts durch kroatische Ermittler führte in den Großraum Freiburg. Um die Nachforschungen zu intensivieren, flogen badische Kriminalfahnder nach Zadar. 22 Einbrüche konnten sie dem Paar bislang zuordnen.

Weiterhin ist man bemüht, den Festgenommenen ihre Taten gerichtsverwertbar nachzuweisen. Mutter und Sohn müssen sich zunächst in Kroatien für die dort begangenen Taten verantworten. Ein Auslieferungshaftantrag wurde bereits gestellt. Das Diebesgut soll den Geschädigten sobald wie möglich zurück gegeben werden.