Eishockey

EHC Freiburg verliert 3:4 in Bad Tölz und verpasst vorzeitigen Klassenerhalt

Benjamin Resetz

Den ersten von drei Matchbällen in den Playdowns der DEL2 hat der EHC Freiburg nicht verwandeln können. In Bad Tölz unterlagen die Wölfe 3:4 und müssen nun weiter um den Klassenerhalt kämpfen.

Knapp verpasst hat der Eishockey-Zweitligist EHC Freiburg den vorzeitigen Klassenerhalt. In Spiel fünf der Playdown-Serie gegen die Tölzer Löwen verloren die Breisgauer 3:4 und vergaben den ersten Matchball. Die Wölfe führen in der Best-of-seven-Serie 3:2.

Während sich Marvin Neher zurückmeldete, fehlte dessen Abwehrkollege Jan Bednar weiter krankheitsbedingt. Als überzähliger Kontingentspieler setzte Stürmer Josef Mikyska aus. Die Tölzer erwischten einen Auftakt nach Maß, als Stephen MacAuley bereits nach 43 Sekunden ins Schwarze traf. Es war der Beginn einer gefährlichen Phase der Löwen, die den Ernst der Lage begriffen hatten und nachlegen wollten. Doch auch die Breisgauer steckten nicht auf. Es bedurfte allerdings einer Überzahlsituation zum Ausgleich.


13 Sekunden waren im Powerplay vergangen, als Tobias Kunz im Nachfassen ausglich (10.). Schön anzusehen war die Partie im ersten Abschnitt nicht. Im Vordergrund stand Kampf, wobei die Tölzer stets ein wenig agiler wirkten. Ebenfalls in Überzahl erzielte Casey Borer kurz vor Drittelende die verdiente Führung für die Hausherren.

Der Mittelabschnitt begann mit einem dramatischen Abstimmungsfehler der Tölzer, die die Scheibe unmittelbar nach dem Bully verloren und vom Freiburger Ryon Moser nach gerade einmal sechs Sekunden bestraft wurden. Wieder hatten die Wölfe ausgeglichen – doch abermals sollten sie das daraus resultierende Momentum nicht nutzen können. Spielerisch boten die Kontrahenten nun mehr, als noch im ersten Abschnitt. Noch vor Drittelende folgte jedoch der Tölzer Doppelschlag: Gegen Ende eines schwachen Powerplays der Wölfe fand Lubor Dibelka beim Konter den mitgelaufenen Borer mit einem Traumpass, sodass der zweifache Torschütze leichtes Spiel hatte (34.).

Wenig später legten die Löwen bei eigener Überzahl nach, als Stephen MacAuley seinen eigenen Nachschuss verwandelte und auf 4:2 stellte. Wer allerdings das Heimspiel der Wölfe am Sonntag erlebt hatte, als sie im Schlussdrittel einen 1:3-Rückstand in einen 4:3-Sieg verwandelten, der wusste: Abschreiben darf man den EHC in dieser Serie nie. Tatsächlich schürte Christian Neuert noch einmal die Hoffnung, als er – von der Tölzer Defensive vernachlässigt – die rechte Seite entlang sprintete und humorlos abschloss (51.). Nur noch 3:4 aus sicht der Gäste.

Es wurde noch einmal spannend, während die Tölzer zunehmend die Kontrolle über das Spiel verloren. Torhüter Ben Meisner rettete in eigentlich aussichtsloser Position gegen Sergej Stas (56.). Noch einmal war der EHC alles nach vorn, es blieb aber bei der knappen Niederlage.

Am Freitag, 19.30 Uhr, geht es in Freiburg weiter – dann mit dem nächsten Serien-Matchball für die Wölfe.
Bad Tölz – Freiburg 4:3 (2:1, 2:1, 0:1)

Tore: 1:0 Mac Auley (1.), 1:1 Kunz (10.), 2:1 Borer (17.), 2:2 Moser (21.), 3:2 Borer (34.), 4:2 Mac Auley (37.), 4:3 Neuert (51.).
Strafen: Bad Tölz 10, Freiburg 10.
Zuschauer: 2011.