EHC erwartet Freigabe der Eishalle am Donnerstag

Dirk Philippi

Nachdem der TüV Rheinland die Eishalle vergangenen Freitag gesperrt hatte, wurde gestern nun der beanstandete große Anzeigewürfel, der für statische Bedenken sorgte, entfernt. Weitere Arbeiten an der 38 Jahre alten Dachkonstruktion (Archivbild) des Eisstadions sollen Mitte der Woche abgeschlossen sein, sodass EHC-Vorstand Wolfgang Kunkler mit der Eisaufbereitung - wie geplant - am kommenden Donnerstag rechnet.



"Nachdem der Anzeigewürfel abgehängt wurde, werden die bereits beauftragten Handwerker nun von heute an bis Mittwoch die Verstrebungen der Dachkonstruktion in ihren ursprünglichen Zustand, sprich in den vor der Montage des Würfels, versetzen", erklärte der 1. Vorsitzende des EHC Freiburg heute Mittag gegenüber fudder. "Sind diese Arbeiten abgeschlossen sollte einer Freigabe durch den TüV nichts mehr im Wege stehen", ist sich Kunkler ferner sicher, dass am Donnerstag pünktlich mit der Eisaufbereitung für die anstehende Spielzeit 2008/2009 des EHC (Nachwuchs & Amateure) sowie der Wölfe Freiburg (Profis) begonnen werden kann.


In Sachen Anzeigetafeln hat Wolfgang Kunkler ebenfalls bereits eine Lösung parat: "Aus eins mach drei! Der riesige Würfel ist ein Puzzle aus vier großen, einzelnen Anzeigetafeln. Von diesen werden wir deren drei wiederverwenden, und zwar je eine durch eine Montage in der Südkurve, auf der Gegengerade und vor dem Pressebalkon der Hauptribüne."



Die Geschichte der Freiburger Eishalle und damit auch des Eishockeys begann 1963 mit einer Rollschuhbahn unter freiem Himmel. Nach der Erweiterung zu einer Eislauffläche 1967 und dem ersten Eishockeyspiel in Freiburg folgte 1970 die Überdachung der Eisfläche. Mit einer freien Spannweite von rund 42 Metern stellte das Dach damals eine der größten Holzfachwerkkonstruktionen Europas dar. Der heute denkmalgeschütze Dachbau ging zum zum einen von Franz Siegel, Pionier des Freiburger Eissports und Gründer des ERC Freiburg, von Eugen Keidel, sportbegeisterter ehemaliger Oberbürgermeister Freiburgs, sowie dem Architekten Carl Langenbach und dem Statiker Herbert Kopp (beide aus Lahr) aus. 1977 wurden die bis dato noch offenen Seiten des "Franz-Siegel-Halle" getauften Eisstadions geschlossen und der Ausbau vorerst beendet. Somit spielen der EHC Freiburg sowie die Wölfe Freiburg in einer Halle, die in ihrem heutigen Zustand - von kleineren Veränderungen abgesehen - seit nunmehr 31 Jahren besteht.