Dreierdemo gegen Ausbeutung

Helena Barop

Am Bertoldsbrunnen machen zur Stunde Studierende des DGB-Hochschulgruppe auf die Ausbeutung von Praktikanten aufmerksam. Leider sind zur Demonstration nur drei Leute erschienen. Seit der Studiengebührenboykott gescheitert ist, scheint die Freiburger Studenten kaum noch etwas zu interessieren.



"Die Leute hatten wohl was besseres zu tun", schätzt eine Demonstrantin der DGB-Hochschulgruppe etwas enttäuscht, und fügt schnell hinzu "wie das immer so ist". Heute ist PraktikantInnen-Aktions-Tag und trotzdem stehen sie nur zu dritt hinter den weißen Würfeln, die auf die Ausbeutung der Praktikanten hinweisen. Sie wissen, das war nicht immer so. Noch im Februar sah man überall die gelben Boykott-T-Shirts. Praktikumsbedingungen betreffen fast alle jungen Leute, doch das studentische Interesse scheint ähnlich gedämpft wie kürzlich bei der Vollversammlungder Studierenden, bei der das Audimax enttäuschend leer blieb.


Das Engagement für faire Praktikumsbedingungen geht vom DGB-Hochschulinformationbüro aus, in dem die studentischen Gruppen der Gewerkschaften organisiert sind. Das Ergebnis der Umfrage zu Praktikumsbedingungen in Freiburg zeigt, dass es auch in Freiburg den Praktikanten nicht besser geht als in anderen deutschen Städten: Schlechte Bezahlung und präkere Arbeitsverhältnisse in denen Arbeiten wichtiger ist als Lernen, sind an der Tagesordnung.



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Hochschulinformationsbüro: Website