Drei Fragen an... die Innerfields aus Berlin, die in Freiburg eine Fassade bemalen

Benjamin Wissing

Die drei Berliner von Innerfields bemalen an der Schwabentorbrücke ein Haus und mehrere Garagen – für das Kulturaggregat, das darum kämpft, in der Hilda5 bleiben zu können.

Fudder: Wer seid Ihr und woher kommt Ihr?

Innerfields: Wir sind die Innerfields, drei Jungs aus Berlin. Hervorgegangen sind wir aus einer Graffiti-Crew – seitdem haben wir nicht aufgehört, Wände zu bemalen. 2008 haben wir die Innerfields GbR gegründet und arbeiten jetzt als selbständige Flächendesigner.


Fudder: Wie kamt Ihr dazu, in Freiburg eine Hausfassade zu gestalten?

Innerfields: Das Kulturaggregat hat uns angefragt, ob wir in Freiburg eine Ausstellung in der Hilda5 machen wollen. Da hatten wir natürlich Bock drauf. Wenn wir aus einer anderen Stadt eine Anfrage erhalten, bohren wir da immer ein bisschen nach, ob wir nicht auch eine Wand bemalen können. Damit wir etwas hinterlassen, wenn wir schon einen so langen Anreiseweg haben.

Fudder: Warum genau dieses Motiv?

Innerfields: Die ursprünglich angedachte Fläche haben wir leider nicht bekommen, da der Hausbesitzer kurzfristig abgesprungen ist. Bei der jetzigen herrscht eine ziemlich komplizierte räumliche Aufteilung. Im Vordergrund sind Garagen und dahinter ein Haus. Alles ist sehr verschachtelt und die bauliche Situation ist sehr komplex und verwirrend. Wir haben uns überlegt, was zu diesen boxenartigen Elementen gut passen würde und sind dann bei der Geschenkidee gelandet. Der Junge im Hintergrund ist aus der Idee heraus entstanden, da er sich gut in das Bild einfügt und es sinnvoll ergänzt.
Die Ausstellung der Innerfields in der Hilda5eröffnet am heutigen Freitagabend, 15. Juli, 18 Uhr. Die Künstler sind selbst bis circa 22 Uhr anwesend, bevor sie weiter nach Augsburg reisen. Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 30. Juli Montag, Mittwoch und Samstag jeweils von 13 bis 18 Uhr. Das Kulturaggregat in der Hildastraße 5 sucht Geldgeber, um in seinen Räumen bleiben zu können.