Dreckige Show mit viel Schlamm: Am Samstag spielen Finsterforst in der Mensabar

Christina Fortrwängler

Im Sommer noch auf dem größten Metalfestival der Welt, am Samstag in der Mensabar: Die neuerdings Wacken erprobte Metalband Finsterforst aus Freiburg gibt am Wochenende ihren Black Forest Metal zum Besten und bringt die Septimbears und Wagner Brutal mit. Wie's beim Wacken war und warum kleine Konzerte auch toll sind, erzählt Bandgründer Simon Schillinger im Interview:



Diesen Sommer hattet ihr euer Debüt auf dem größten Metalfestival der Welt, dem Wacken. Wie hat es sich angefühlt, vor zehntausenden Menschen aufzutreten?


Simon Schillinger:
Das war natürlich richtig geil. Ich weiß nicht, wie viele Leute genau vor der Bühne standen, aber das sah endlos aus. Das war ein richtiger Flash, als wir auf die Bühne gekommen sind und die Fans uns empfangen haben. Sowas haben wir noch nicht erlebt. Wir hatten zwar schon den ein oder anderen großen Gig vor Publikum, aber das hat es um Welten getoppt.

Am Samstag spielt ihr ein verhältnismäßig kleines Konzert in der Mensa-Bar. Haben Konzerte vor weniger Publikum auch was für sich?

Selbstverständlich. Ganz egal, wie ein Gig stattfindet, jedes Konzert hat seinen eigenen Reiz. Wenn in einem kleinen Club zum Beispiel nur 20 oder 30 Leute da sind, die aber abfeiern und rumschreien und nicht nur regungslos in der Ecke stehen, macht das auch Spaß. Die Gesamtatmosphäre muss einfach stimmen. So lange alles auf der Bühne für uns passt, wir genügend Platz haben und das Publikum gutes Feedback abliefert, macht alles Spaß.

Euren Musikstil nennt ihr Black Forest Metal. Was genau ist darunter zu verstehen?

Wir hatten es satt, die ganze Zeit als Pagan-Metal abgestempelt zu werden. Das war ein ziemlicher Hype, aber auch nicht wirklich definierbar. Wir sind, was die Musikrichtung angeht, schon ein bisschen einzigartig hier in der Region. Da haben wir uns gesagt: Wir kommen aus dem Schwarzwald, jetzt benennen wir unsere Musik heimatbezogen. Unser Stil ist ziemlich schwer, auch aggressiv, melodisch, atmosphärisch, dann passt unsere Heimregion noch schön dazu - daher die Bezeichnung Black Forest Metal.

Ihr spielt oft mit Requisiten, die diese Stimmung unterstützen. Was erwartet die Zuschauer schowtechnisch am kommenden Samstag?

Man kann eine dreckige Show wie immer erwarten. Mit viel Schlamm.

Finsterforst - Nichts als Asche

Quelle: YouTube


Zur Person

Simon Schillinger, 28 , spielt bei Finsterforst E-Gitarre. Er hat die Band Ende 2004 mitbegründet und ist auch ihr Songwriter. Neben seiner Bandtätigkeit studiert er Musikwissenschaft an der Uni Freiburg.

Mehr dazu:

Was: Konzerte der Metall-Bands Finsterforst, Septimbears und special Guest Wagner Brutal
Wann: Samstag, 30. November 2013, ab 20 Uhr
Wo: Mensabar Freiburg
Eintritt: 6 Euro, ab 20:30 Uhr 8 Euro
Facebook-Event: Finsterforst, Septimbears und Wagner Brutal in der Mensasbar