Downtown-Streetparty endgültig abgesagt

Carolin Buchheim

Jetzt ist es endgültig: Die Downtown-Streetparty 2008 findet nicht statt. Die Gastronomen sagen das Straßenfest auf Grund zu hohen wirtschaftlichen Risikos ab. Zuletzt hatte es Hoffnung gegeben, das Straßenfest im Bermudadreieck könne doch stattfinden.



Gestern hatte es ein Krisentreffen im Rathaus zwischen den Altstadt-Gastronomen, die das Fest organisieren, dem Ersten Bürgermeister Otto Neideck, dem Amt für öffentliche Ordnung und der Polizei gegeben.


In einer Pressemitteilung beschreibt die Stadt das Treffen als konstruktiv. Frank Czaja, Mitglied des Vereins der Altstadt Gastronomen, habe die Gründe der beteiligten Gastwirte für die Absage geschildert: „Das wirtschaftliche Risiko aufgrund der insgesamten wirtschaftlichen Lage der Gastronomiebetriebe zusammen mit den Auflagen der Stadt und dem Wetterrisiko hatte uns bewogen, die Party für dieses Jahr abzusagen.“

Nicht die Auflagen der Stadt seien Schuld an der Absage. "Die gesamte Lage der Betriebe zusammen mit der Entwicklung, die das Fest in den letzten Jahren genommen hat und die wir gerne ändern würden, das Kostenrisiko und dann zusätzlich noch die verstärkten Sicherheitsbedingungen führten zu der Befürchtung, dass die Kosten für 2008 aus dem Ruder laufen könnten“, erklärten Czaja sowie die Vereinsvorstände Christine Cosar und Holger Probst.

Bei dem Treffen räumten die Gastronomen jedoch ein, dass es nach einem Vorstandswechsel im Downtown-Streetparty-Verein Kommunikationsprobleme und auch unterschiedliche Meinungen zum Vorgehen gegeben hätte. Da für das Unterstadt-Straßenfest auch stets hohe Kosten anfielen, sei einigen Wirten das Risiko zu hoch gewesen, so Neideck: "Offensichtlich ist bei dem Fest nicht so viel Geld verdient worden."

Im kommenden Jahr soll wieder eine Downtown-Streetparty stattfinden, dann jedoch mit einer Eintrittsgebühr, die das Sicherheitskonzept mitfinanzieren soll, dessen Kosten auf rund 20.000 Euro beziffert werden. Über ein Straßenfest mit Eintritt muss jedoch zuerst der Gemeinderat entscheiden.

Die Stadt wolle die Gastronomen unterstützen, sagte Neideck gegenüber BZ-Online: "Wir sind eine Ermöglichungs- und keine Verhinderungsbehörde".

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