DJ Christian Gimbel tritt zur Küchenschlacht an

Manuel Lorenz

Für Christian Gimbel ist Kochen nicht bloß ein Zeitvertreib. Der Freiburger Elektro-DJ bewirbt sich immer wieder bei Kochshows im Fernsehen, um mit anderen um die Wette zu kochen - zuletzt 2009 beim "Kochchampion" auf VOX. Jetzt tritt er bei der ZDF-"Küchenschlacht" an, und er hat uns verraten, warum er gewinnen wird.



Christian, was gab es bei dir heute zum Mittagessen?

Salat und Pasta mit Tomatensoße. Das hab ich mir vorgekocht und aufgewärmt.

Vom 7. bis zum 9. Mai wirst du bei der ZDF-Kochshow „Küchenschlacht“ gegen fünf andere Hobbyköche antreten. Die Sendung wird dann ab dem 4. Juni ausgestrahlt. Warum bewirbt man sich beim Fernsehkochen?

Ich hab schon bei zwei Kochshows mitgemacht: 2001 beim Kochduell und 2009 beim Kochchampion. Das Kochduell hab ich gewonnen: da gibt es aber auch nur zwei Kandidaten, und die Anforderungen sind nicht so hoch, weil der mitwirkende Starkoch eigentlich das meiste macht. Man darf nur keine gravierenden Fehler machen. Beim Kochchampion war’s schon ein bisschen anders. Aus 120 Kandidaten, die sich im K.O.-System nach vorne kämpften, kam ich bis ins Viertelfinale. Dann schied ich leider aus – allerdings nicht wegen meiner Kochskills sondern beim Wissenstest.

Eigentlich sind es meine Freunde, die mich immer wieder dazu drängen, mich bei solchen Shows zu bewerben, weil sie meinen, ich würde so gut kochen. Aber natürlich geht’s mir auch um den Wettstreit: Es bewerben sich ja nur Hobbyköche – Profis sind von der Teilnahme ausgeschlossen –, und so sind die Gewinnchancen gleich verteilt. Man will sich mit Gleichgesinnten messen und sich’s beweisen.



Seit wann kochst du?

Ganz früher hab ich grad mal gewusst, wie man Nudeln kocht und ’ne Soße drüber leert. Als ich dann 1996 angefangen habe zu studieren, hab ich auch in WGs gewohnt und fing an, täglich für die gesamte Belegschaft zu kochen. Auch wenn ich mich nicht als gefräßig bezeichnen würde, esse ich sehrt gern, weswegen mir das Kochen auch so ’nen Spaß macht.

Ich hab aber auch immer schon leidenschaftlich gerne übers Kochen geredet, über Lebensmittel sowie Tipps und Tricks. Und da kam dann halt das eine zum anderen. Mit der Zeit wurde auch die Küchenausstattung immer größer und professioneller, und mittlerweile gibt es kaum mehr ein Werkzeug, das ich noch nicht habe.

Wie oft kochst du?

Eigentlich koche ich jeden zweiten Tag. Ein oder zwei Mal in der Woche probiere ich etwas Schwierigeres aus – wenn ich die Zeit dazu habe, schon am Vortag etwas zu richten oder kaltzustellen. Ich experimentiere und improvisiere aber auch sehr gerne herum, was dann immer sehr spontan passiert.

Und welche Gerichte am liebsten?

Früher habe ich viel Spaß an internationaler Küche gehabt und vor allem Gerichte aus Italien, Südfrankreich und Spanien sowie Thailand und China gekocht. Das mach ich heutzutage zwar auch noch – mittlerweile hab ich aber die heimische Küche zu schätzen gelernt.

Wenn du nicht selbst am Herd stehst: Wo gehst du in Freiburg und Umgebung am liebsten essen?

Ich gehe sehr gerne in Straußen, da ich die heimische Küche sehr schätze. Meine Lieblingsstrauße ist die Scheunen-Strauße in Waltershofen. Was Restaurants angeht, liebe ich Schloss Rheinach, wo ich mal im „Herrehus“ ein 8-Gänge-Menü gegessen habe. Das war genial - so was hab ich selten vorgesetzt bekommen, hier in der Region. Ich esse aber auch sehr gerne in der „Tanne“ in Opfingen, vor allem auch in der Spargelsaison.

Wie stehen denn deine Chancen, zu gewinnen?

Ich glaube, recht gut, weil ich ein Einstiegsgericht habe, von dem ich sehr überzeugt bin. Wenn mir die Zutaten um diese Jahreszeit wirklich frisch besorgt werden können, wird’s ein gigantisches Gericht. Ich hab es schon mehrmals gekocht, und es schmeckt perfekt. Also wenn ich damit am ersten Tag nicht weiterkomme, würde ich mit keinem anderen Gericht weiterkommen.

Schwieriger wird es eher am zweiten und dritten Tag, wo ich mir aber auch recht hohe Chancen ausmale, weil ich da doch eher etwas Ungewöhnliches koche. Richtig schwer wird es dann am vierten Tag, an dem man innerhalb von 35 Minuten sowohl eine Hauptspeise als auch einen Nachtisch kochen und anrichten muss. Das hab ich jetzt schon drei, vier Mal geübt; da geht es am Schluss wirklich um Sekunden.

Und was kannst du besonders gut?

Meine Stärke ist es, Gerichte geschmacklich aufeinander abzustimmen. Und ich kann sehr schön anrichten. Das sieht bei mir schon fast aus wie in einem Kochbuch. Und was ich mir ebenfalls auf die Fahne schreibe, ist das Improvisieren.



Wer ist dein Lieblingskoch?

Steffen Henssler von der ZDF-Kochshow „Topfgeldjäger“. Der ist für mich wirklich ein Vorbild.

Die Sendung wird diesmal ja von Starkoch Johann Lafer moderieren. Was hältst du von ihm?

Ich weiß, dass Lafer die Nation spaltet. Ich finde ihn – samt seinem Dauergrinsen – nett und sympathisch. Was ich an ihm schätze ist, dass er halt nicht nur ein TV-Koch ist, sondern jemand, der das Handwerk wirklich gelernt hat. Ich hab auch zwei Kochbücher von ihm bei mir zuhause und muss sagen: Da sind wirklich super Gerichte drinnen.

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[Essensfotos: Christian Gimbel, privat; Portrait: Oliver Rath]