Nachtleben

Diskussion: Steht die Subkultur in Freiburg vor dem Aus?

Gina Kutkat

Die IG Subkultur veranstaltet am Samstag den Kongress "Kein Raum für Kultur". Dort soll über das drohende Aus des White Rabbit diskutiert werden – und geschaut werden, was in Städten wie Berlin in der Clubszene besser läuft.

Die aktuelle Clubsituation in Freiburg und besonders das drohende Aus des White Rabbit hat die Interessengemeinschaft Subkultur veranlasst, einen zweiten Kongress zu veranstalten. Nachdem bereits 2017 an einem Wochenende die Lage der Subkultur in Freiburg diskutiert wurde, zieht das Bündnis nun erneut Bilanz.


"Wir wollen der Stadt zeigen, dass nichts passiert ist und immer mehr Clubs zumachen", sagt Yvonne Morick, Pressesprecherin der IG Subkultur. "Freiburg ist eine Studentenstadt und lebt von jungen Menschen, nur haben diese immer weniger Möglichkeiten, auszugehen." Nachdem in den letzten Jahren Clubs wie Kamikaze, Schmitz Katze und das Balz Bambi schließen mussten, soll eventuell bald das White Rabbit folgen. Aus diesem Anlass hatte die IG Subkultur im November bereits eine Demo organisiert.

Vorträge vom Popbeauftragten und Blick nach Berlin

Die Diskussion um den Erhalt der Subkultur soll am Samstag bei dem Kongress in der Mensabar fortgesetzt werden. Unter dem Titel "Kein Raum für Kultur" suchen die Nachtmacherinnen und Nachtmacher in Vorträgen und in einer Podiumsdiskussion nach Lösungen. Damit greift das Bündnis ähnliche Themen wie 2017 auf: Damals hatte die IG Subkultur nach ihrem Kongress bewirkt, dass die Stelle eines städtischen Popbeauftragten geschaffen wird. Tilo Buchholz besetzt die Stelle seit Oktober 2017; er wird in einem Vortrag eine Bilanz seines ersten Jahres ziehen.

"Wir wollen auch über den Tellerrand gucken und schauen, was zum Beispiel in Berlin passiert", sagt Morick. Dafür hat die Interessengemeinschaft Marc Wohlrabe eingeladen, Mitinitiator der Clubcommission in Berlin, einem Zusammenschluss von Berliner Club-, Party- und Kulturveranstaltern. Im Anschluss an die beiden Vorträge sollen Politiker und Kulturschaffende aus Freiburg in einer Podiumsdiskussion erörtern, woran es liegt, dass immer mehr Kulturräume schließen – und wie so etwas verhindert werden kann.

Nach dem Kongress geht es mit der Subkultur-Nacht weiter: Im White Rabbit spielen lokale DJs und Live-Acts, im Café Atlantik gibt’s ein Konzert von Punkrock-Legende James Leg.
Die IG Subkultur ist ein Zusammenschluss von Bands, DJs, Künstler, Party- und Konzertveranstaltern aus Freiburg. Mehr Infos gibt’s unter http://ig-subkultur.de/ und auf Facebook: IG Subkultur.


  • Was: Kongress der IG Subkultur "Kein Raum für Kultur"
  • Wann: Samstag, 1. Dezember, 16 bis 21 Uhr
  • Wo: Mensabar, Rempartstraße 16, 79098 Freiburg
  • Eintritt: frei

  • Was: James Leg
  • Wann: Samstag, 1. Dezember, 22 Uhr
  • Wo: Café Atlantik

  • Was: SubKultur-Nacht im Hasenbau
  • Wann: Samstag, 1. Dezember, 22 Uhr
  • Wo: White Rabbit

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