Crowdfunding

Diese zwei Freiburger wollen Stand-Up-Paddle-Yoga auf dem Flückiger See anbieten

Gina Kutkat

Yoga auf dem Surfbrett – so kann man das Prinzip von Stand-Up-Paddle-Yoga erklären. Zwei Yogalehrer möchten die Trendsportart auf dem Flückiger See unterrichten und haben dafür eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

"Im nach untenstehenden Hund auf dem Wasser zu sein und dann die Natur zu sehen und zu hören – einfach gigantisch." Die Freiburger Yogalehrerin Sunita Sylke Koch erinnert sich noch gut an ihre erste Yogastunde auf dem Surfboard. Mit ihrer Begeisterung möchte sie auch Freiburgerinnen und Freiburger anzustecken.


Dafür hat sie zusammen mit ihrem Freund und Yogapartner Dietmar Küther eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Auf der Plattform Startnext kann jeder, der das Projekt unterstützen möchte, einen kleinen Beitrag spenden.

Das Prinzip von Stand-Up-Paddle-Yoga steckt schon im Namen: Yogapositionen werden nicht auf der Matte, sondern auf einem Surfboard geübt. Es handelt sich um spezielle Stehpaddel-Bretter, die über mehr Volumen als herkömmliche Surfboards verfügen. Stand-Up-Paddle-Yoga hat sich aus dem Stand-up-Paddling heraus entwickelt, einer Trendsportart, die vor ein paar Jahren nach Europa geschwappt ist.

Im Juli sollen die Kurse auf dem Flückiger See starten

Aber warum Matte gegen Wasser und Surfboard tauschen? "Der besondere Reiz ist die Natur. Im Yoga geht’s darum, bei sich anzukommen, mit sich selbst in Harmonie zu sein. Beim SUP-Yoga ist man zusätzlich noch in Harmonie mit der Natur", sagt Sunita Koch.

Ende Mai haben sie und Dietmar Küther eine einwöchige Ausbildung zum SUP-Yoga-Lehrer am Starnberger See absolviert – inklusive Erste-Hilfe-Auffrischungskurs und Rettungsschwimmer-Schulung. Eine abgeschlossene Grundausbildung als Yogalehrer war Voraussetzung für die Teilnahme.

"Der besondere Reiz ist die Natur." Sunita Sylke Koch

Im besten Fall möchten die beiden, die normalerweise bei Yoga Vidya in Freiburg unterrichten, im Juli mit den Kursen auf dem Flückiger See starten. Eine Genehmigung dafür haben sie schon eingeholt. Fehlt nur noch das Geld für neun Boards, damit losgepaddelt werden kann.

Auf der Crowdfunding- Plattform Startnext läuft seit Mai eine Kampagne, die am 8. Juli endet. Anvisiertes Fundingziel sind 6.500 Euro. "Für Boards und Neoprenanzüge, damit wir die Kurse auch im Herbst und Winter anbieten können", sagt Koch. Als zweites Ziel haben sich die beiden 10.800 Euro gesetzt, für einen Autoanhänger und die Einführung eines Online-Buchungssystems.

Wichtigste Voraussetzung: Schwimmen können

Geübt hat Sunita Koch bereits mit einem gebrauchten Board auf dem Flückiger See. "Der See ist schön ruhig und man kann die Vögel zwitschern hören." Die Kurse sollen in Nähe der Boje stattfinden: Die Teilnehmenden können ihre Boards mit Seilen daran befestigen, sodass die Gruppe an einer Stelle im See bleibt. "Wir wollen uns nicht über den See bewegen. Bei uns steht Yoga der Fokus und nicht Stand-Up-Paddling", so Sunita Koch.

Wer Interesse an SUP-Yoga hat, sollte Interesse an Yoga und Wasser haben. Wichtigste Voraussetzung: "Man muss schwimmen können."
Sunita Sylke Koch ist seit neun einhalb Jahren Yogalehrerin und leitet in Freiburg das Yoga Zentrum Yoga Vidya.