Diese Mädels sind Ballett-Weltmeisterinnen

Anna-Lena Zehendner

Glückwunsch! Die Mädchen der Freiburger Tanzgruppe "Diamond Dust" vom Ballettstudio Armin Krain sind in Sardinien gleich zweimal Weltmeister geworden - im klassischen Ballett und im Jazztanz. Wir haben sie beim Training besucht.



„Es ist nicht alltäglich, dass man bei so einem Wettbewerb gleich so gut abschneidet“, sagt Ballettstudio-Leiterin Hsuying Krain. Die Ballettlehrerin ist stolz auf ihre Mädels, das merkt man gleich. Im Ballettraum wartet die achtköpfige Tanzgruppe mit ihrer Jazztanz-Lehrerin Rebecca Schlegel (29). Für ein Foto haben sie sich ihre Goldmedaillen umgehängt.




„Ich war sehr nervös, als wir nach Sardinien aufgebrochen sind. Vor allem, was das Organisatorische angeht“, sagt Rebecca. Doch was die Organisation von Trainingsterminen betrifft, darin hat die Jazztanz-Lehrerin bereits Routine. „Normalerweise trainieren wir einmal in der Woche Jazz und zweimal Ballett plus Einzelunterricht. Aber einen Monat vor dem Wettbewerb trainierten wir auch am Wochenende.“ Sicherlich keine einfache Koordination bei acht jungen Mädels. Vor allem, da drei von ihnen in der Trainingsphase auch noch ihr Abitur und eine ihre Ausbildung zur Chemisch-Technischen Assistentin gemacht haben.

Neben Tanztraining, Abitur, Ausbildung und WM-Schauen haben die Tänzerinnen sogar noch Zeit gefunden, Geld für ihre Sardinienfahrt zu sammeln. „Durch Kuchenverkauf, Flohmarkt, Sponsorenlauf und Tanzabende haben wir die Hälfte der Kosten zusammenbekommen. Sardinien ist schließlich ein teures Pflaster“, sagt Rebecca. Am 30. Juni ging es los. „Vor allem die Eröffnungsfeier des Wettbewerbs war richtig schön“, erinnert sich „Diamond Dust“-Mitglied Emily Ritzel (17). „Alle Nationen sind nacheinander mit Fähnchen und Nationalhymne eingelaufen.“

Doch nicht nur ihre eigene Weltmeisterschaft war für die Tänzerinnen auf Sardinien allgegenwärtig, sondern auch und immer noch die Fußball-WM. „Wir haben uns sofort auf die Suche nach einem Public-Viewing-Platz gemacht“, sagt Lisa Birnbreier (19).



„Zum Glück mussten wir beim Spiel Argentinien gegen Deutschland erst abends tanzen, dann konnten wir nachmittags noch das Spiel ansehen. Nachdem Deutschland gewonnen hatte, waren wir total motiviert, dass wir unseren bevorstehenden Tanz auch gewinnen wollten.“

Gesagt, getan. Und das gleich zweimal: Für ihren klassischen Ballett- und ihren Jazztanz. Eine gemeinsame Siegesfeier gab es bisher noch nicht. „Dafür werden wir jetzt gleich einen gemeinsamen Termin suchen“, sagt Rebecca Schlegel.