Mitbewohner

Diese Haustiere eignen sich für eine Freiburger WG

Christina Strobel

Eurer WG fehlt noch ein Mitbewohner? Fudder hat Euch ein Ranking verschiedener Haustiere erstellt, die man in einer WG halten kann. Hier erfahrt ihr, was bei der Haltung zu beachten ist.

Bevor man sich ein Haustier zulegt, ist es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass man genug Zeit für Pflege und Beschäftigung des Tiers einplant und nicht nur Anschaffungskosten anfallen können, sondern auch mal ein Tierarztbesuch.

Hamster

Die Anschaffung ist generell WG-Geldbeutelfreundlich und im Unterschied zu anderen Haustieren bedarf ein Hamster nicht viel Aufmerksamkeit und Pflege. Ein Hamsterkäfig sollte in etwa 100 Zentimeter lang und 50 Zentimeter hoch sein (am besten aus Glas), damit genug Platz für eine etwa 15 Zentimeter hohe Einstreuschicht ist. Wichtig ist auch ein Häuschen, ein Sandbad, ein Laufrad und am besten mehrere Etagen zum Erkunden. Hamster sind nachtaktiv, wie die meisten Studenten, was das Zusammenleben deutlich vereinfacht.

Kosten: Anschaffungskosten liegen zwischen 100 und 200 Euro.

Kuschelfaktor: Hamster genießen es nicht gestreichelt zu werden, aber jeder Hamster kann handzahm werden.

Lebenserwartung: 1 bis 3 Jahre.

Pflegegrad: Je nach Bedarf sollten die Stellen, die der Hamster als Toilette ausgesucht hat, mit neuem Streu ausgetauscht werden, jedoch mag es der Hamster überhaupt nicht, wenn man das ganze Streu auf einmal auswechselt.

Maus

Je nach Art muss der Käfig unterschiedlich groß sein und Abwechslung bieten, wobei mehrere Stockwerke von Vorteil sind. Mäuse brauchen Versteckmöglichkeiten und ein Sandbad. Im Gegenteil zu Hamstern mögen sie Abwechslung und brauchen daher mehr Beschäftigung. Mäuse sind wechselaktiv, das heißt, dass sie immer zu unterschiedlichen Zeiten aktiv sind.

Kosten: Die Grundausstattung kostet zwischen 100 und 200 Euro.

Kuschelfaktor: Mäuse sind sehr aktiv und bleiben nicht ruhig, wenn man sie streicheln möchte.

Lebenserwartung: je nach Art etwa zwei Jahre.

Pflegegrad: Alle zwei Monate muss das Gehege gesäubert werden, aber sie verwenden meist den gleichen Ort als Toilette.

Degu

Degus sind Nagetiere. Ihr Käfig sollte mit mehreren Etagen, Häuschen und einem Laufrad ausgestattet werden. Degus sind tagaktiv, stören einen nachts also nicht mit Nagegeräuschen, wollen aber auch mal gerne außerhalb des Käfigs ihre Umgebung erkunden. Degus darf man nicht am Schwanz anfassen, da diese wie bei Eidechsen abgeworfen werden können.

Kosten: Käfige kosten zwischen 150 und 300 Euro, dazu kommt noch die Einrichtung und das Futter mit etwa 100 Euro.

Kuschelfaktor: Man kann sie besser streicheln als Hamster oder Mäuse.

Lebenserwartung: sechs bis acht Jahre.

Pflegegrad: Degus haben keinen festen Ort für ihr Geschäft, deshalb muss man den Käfig öfter reinigen und auch das Wasser und Futter austauschen.

Kaninchen

Ein Außengehege ist nötig, damit Kaninchen sich ausreichend bewegen können. Sie brauchen Beschäftigung, damit ihnen nicht langweilig wird und sie Abwechslung haben. Einen Käfig kann man aber auch selbst bauen statt ihn teuer zu kaufen.

Kosten: Man kann viel frische Nahrung sammeln und ansonsten belaufen sich die Käfigkosten auf bis zu 400 Euro.

Kuschelfaktor: Kaninchen kann man gut streicheln, aber sie mögen es nicht, wenn man sie hochhebt.

Lebenserwartung: acht bis zehn Jahre.

Pflegegrad: Frische Nahrung ist am besten, es ist also gut, wenn man regelmäßig sammeln gehen kann.

Katze

Die Katze kommt von uns auf den letzten Platz, da man nicht vergessen darf, dass sie sich sehr an ihre Umgebung und Mitbewohner gewöhnt. Das macht sie nur zu geeigneten WG-Haustieren, wenn die WG über mehrere Jahre besteht und die Katze nicht unbedingt umziehen muss. Manche Katzen haben kein Problem mit einem Ortswechsel, aber einige akzeptieren einen neuen Wohnraum schlecht. Auch fallen höhere Kosten an als bei Nagern. Am besten ist natürlich auch eine artgerechte Umgebung mit Grünflächen in der Nähe und der Möglichkeit, direkt von der Wohnung aus nach draußen zu kommen. Beachtet werden sollte, dass man die Katze morgens raus und abends auch wieder hereinlassen muss. Es ist also gut, wenn sowohl morgens als auch abends jemand da ist, der sich darum kümmern kann.

Kosten: Variiert je nach Tier, man geht am besten ins Tierheim! Ansonsten fallen etwa 150 bis 250 Euro für Zubehör an und monatliche Futterkosten von 25 bis 50 Euro, je nach Futter. Gelegentlich muss auch Katzenstreu für das Katzenklo gekauft werden und man darf nicht vergessen, dass man eventuell dem Tierarzt einen Besuch abstatten muss.

Kuschelfaktor: Insgesamt kann man sie sehr gut streicheln und knuddeln, man muss aber mit Kratzern rechnen.

Lebenserwartung: Katzen werden bis zu 16 Jahre alt.

Pflegegrad: Das Katzenklo muss regelmäßig gesäubert werden und durch die Haare muss man vielleicht öfter saugen als sonst, ansonsten sind Katzen recht pflegeleicht.

Insgesamt ist es beim Kauf eines Haustiers am besten, man informiert sich ganz genau über die Haltung und den Aufwand, den man betreiben muss, um eine Abschiebung ins Tierheim zu vermeiden.