Musik

Diese Blasmusik-Boygroup aus dem Schwarzwald hat ihre erste Single veröffentlicht

Charlot Behrens

Ohne Tracht und Tradition: Die Gruppe Brasslufthamma aus dem Schwarzwald spielen Blasmusik mit modernem Anstrich – das Musikvideo zu ihrer Single haben sie in Freiburg gefilmt. fudder hat Saxophonist Tim Barth gesprochen.

Tim, warum nennt ihr euch Brasslufthamma?

Der Name unserer Gruppe sollte von Anfang an etwas mit "brass" zu tun haben, wie es die Meisten in der Szene haben. Nach eifrigen Überlegungen sind wir dann auf Brasslufthammer gekommen, wegen Presslufthammer. Aber unser jetziger Name Brasslufthamma hat eigentlich nichts mit dem Presslufthammer, beziehungsweise mit dem Hammer zu tun sondern kommt von dem Dialekt: "ham ma", was "haben wir" bedeutet. Also "Brassluft haben wir".



Was ist das für ein Song, den ihr veröffentlicht habt?

Unser Song "Brassluftparty" ist eine Eigenkomposition. Den Songtitel haben wir gewählt, weil wir etwas stimmungsmäßiges haben wollten und der Titel auch zu uns und dem was wir machen passen sollte. Wir wollten etwas eigenes machen und wollten einen Song haben, bei dem man sagen kann: Hey, das sind wir und so hören wir uns an. Den Song habe ich komplett selbst geschrieben. Wir haben im Voraus besprochen in welche Richtung der Song gehen soll und klar, bei 13 Leuten ist es immer schwierig, dass alle sagen: Boah, genau so! Aber bei dem war es tatsächlich so, dass ihn alle echt cool fanden. Also es haben alle mit entschieden, dass es dieser Song wird, aber das Komponieren habe ich alleine gemacht. Dann haben wir angefangen den Song intensiv zu proben. Sowohl alle zusammen, als auch in kleineren Gruppen.

Wer seid ihr und seit wann gibt es euch, Tim?

Wir sind letztes Jahr, in der Fastnachtszeit entstanden. Zu diesem Anlass haben wir uns das erste Mal getroffen.Wir wollten keine Guggemusik machen, sondern mal ein bisschen was anderes. Damals waren wir aber erst sieben oder acht Mitglieder. Nach Fastnacht wollten wir dann weiter machen und haben uns noch ein paar Leute dazu geholt. Jetzt sind wir 13 Mann zwischen 18 und 34 Jahren. Die Meisten von uns kannten sich vorher schon vom Musikverein oder Fußball. Seit März letzten Jahres machen wir jetzt zusammen Musik und schreiben Songs. Wir haben ein musikalisches Spektrum von Profimusiker bis Anfänger. Das macht es natürlich etwas schwierig alles zu vereinen, aber es klappt eigentlich ganz gut.

Warum Freiburg als Location für das Musikvideo?

Wir fanden Freiburg von der Location her ganz cool und haben auch einen Bezug zu Freiburg. Einer von uns und mein Bruder wohnen in Freiburg. Mein Bruder hat ganz gute Kontakte zu der Musikszenen und kannte auch jemanden, der den Musikvideodreh mit uns machen wollte. Dann war für uns sowieso klar, dass wenn er in Freiburg ist, machen wir das ganz unkompliziert und kommen auch nach Freiburg. Graffiti wollten wir auch ganz gerne dabei haben, was wir in Freiburg gut umsetzten konnten.

Wie geht es mit euch weiter?

Wir wollen gerne noch weiter Musik machen und uns weiter entwickeln. Im Sommer haben wir wieder einige Live-Auftritte. Unser nächster Gig, mit dem wir in die diesjährige Saison starten, ist schon am 6. April "Brassluft total" in Griessen und dann geht es im guten zwei Wochen Takt weiter.

Kommt ihr auch mal nach Freiburg?

In Freiburg haben wir bis jetzt leider noch nicht so viele Auftritte. Eventuell sind wir beim Fürstenberg Event dabei, das steht aber noch nicht fest. Wir wollen natürlich versuchen, ein bisschen aus unserer Gegend raus zu kommen. Das klappt auch schon ein bisschen aber wir würden gerne noch weiter gehen.