Dienstag: Patti-Smith-Lesung mit Puppen und Live-Musik im Hasen

Manuel Lorenz

Mit 20 flieht das Landei Patti Smith aus New Jersey nach New York. Dort trifft sie den Fotografen Robert Mapplethorpe und wird zur Ikone der Punk-Bewegung. Im White Rabbit findet am Dienstag eine szenische Lesung aus ihrer autobiografischen Schrift "Just Kids" statt - mit Puppen und Live-Musik.



"Ich war zwanzig Jahre alt und bestieg den Bus. Ich trug meine Jeans, einen schwarzen Rollkragenpulli und den alten grauen Regenmantel, den ich in Camden gekauft hatte. Mein gelb-rot kariertes Köfferchen enthielt einige Zeichenstifte, ein Notizbuch, Rimbauds 'Illuminationen', ein paar Kleidungsstücke und Bilder von meinen Geschwistern. Heute war Montag. Ich war an einem Montag geboren. Ein guter Tag, um in New York einzutreffen."


So beginnt die abenteuerliche Geschichte von Patti, dem Landei aus New Jersey, das mit 20 Jahren vor den Schweinefarmen und Square-Dance-Scheunen ihrer Kindheit flieht, um mitten im "Summer of Love" von 1967 in New York ein neues Leben zu beginnen.

Auf ihrer Suche nach einem Unterschlupf in der Metropole lernt sie den gleichaltrigen Robert kennen, einen hübschen Hippie in Schaffellweste und Birkenstock-Sandalen, der ebenfalls dabei ist, sich selbst zu finden. Die beiden verbindet der gemeinsame Traum vom Leben als Künstler, aber auch eine unbewältigte Vergangenheit.

Es beginnt die rasante Entwicklung der beiden vom frischverliebten Hippiepärchen aus der Provinz, das um ein Haar in der Gosse endet, zum coolen Künstler-Duo, das mit seinem androgynen Look und aggressiven Auftreten die Szene aufmischt und künstlerisch das kommende Jahrzehnt einläutet.

Rike Schubert, Absolventin der Schauspielschule Ernst Busch, und Noel Rademacher, Popmusiker aus Berlin, präsentieren die gemeinsame Geschichte von Patti Smith und Robert Mapplethorpe als eine szenische Lesung mit Puppen und Live-Musik – frei nach dem autobiographischen Buch "Just Kids" von Patti Smith, das 2010 erschien. Den Soundtrack bilden Songs von Tim Hardin, Nico, Arthur Russell und anderen.

Mehr dazu:

[Bild: Promo]