Pedelecs und E-Bikes

Diebe haben es verstärkt auf E-Bikes abgesehen

Simone Höhl

Mitten am Tag haben Diebe drei E-Bikes aus einem Laden an der Schwarzwaldstraße gestohlen. Die Polizei weiß noch nicht, wer die Täter waren. Was sie sagen kann: Die Zahl der Diebstähle von E-Bikes und Pedelecs steigt an.

Die Unbekannten haben einen unbeobachteten Moment abgepasst – "15 bis 20 Sekunden", erzählt Andreas Muckenhirn. Solange ist die Lagertür der "Bike Sport World" dem Geschäftsführer zufolge nur angelehnt, um etwas rein- oder rauszubringen. Das hat gereicht, um zwei E-Bikes und ein E-Mountainbike der Marke Corratec zu stehlen, sagt Muckenhirn. Besonders ärgerlich: Zwei Räder gehörten Kunden. Der Neupreis aller drei liege bei 9800 Euro.


"Das waren schon professionelle Diebe", meint er. Hat sie jemand gesehen? "Ja, von hinten."

Die Polizei hat gleich nach den Tätern gesucht. Aber auch knapp zehn Tage nach dem Diebstahl am 5. Oktober haben die Ermittler sie noch nicht gefasst. "Es gibt bislang keine weiteren Erkenntnisse", erklärt Polizeisprecher Thomas Spisla auf BZ-Anfrage.

Keine Diebstahlszahlen nur für E-Bikes

Wie viele E-Bikes und Pedelecs in ganz Freiburg dieses Jahr schon gestohlen wurden, kann die Polizei nicht sagen. Sie erfasst Elektro-Räder in ihrer Statistik derzeit nicht gesondert, sondern einfach unter Fahrrädern, so Spisla. Dennoch stellt der Polizeikommissar fest, dass der Anteil der Elektro-Räder steigt – wie auch ihr Anteil im Straßenverkehr: "Durch die Zunahme von E-Bikes und Pedelecs gibt es natürlich auch mehr Diebstähle." Weil sie in der Regel teurer sind als ein Durchschnittsfahrrad, seien sie auch für die Täter von größerem Interesse, erklärt Thomas Spisla.

Im Umland fiel schon vor geraumer Zeit eine Häufung auf, Diebe hatten mehrere Räder mit elektrischem Antrieb entwendet. Auf die Frage, ob bei E-Bikes schon Spezialisten am Werk sind, meint der Polizeisprecher: "Mit jedem neuen Phänomen gibt es auch Spezialisten." Vermutlich würden Tätergruppen von normalen Rädern auf E-Bikes umsatteln.

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