Die Riva-Bar ist insolvent - es geht aber nahtlos weiter

Felix Held

Das Riva in Freiburg ist insolvent. Der Club wird aber nicht geschlossen. Der Betrieb läuft weiter. Doch der bisherige Geschäftsführer Marc Oschwald ist nicht mehr für das operative Geschäft verantwortlich.



Das Riva in Freiburg ist insolvent, der bisherige Geschäftsführer Marc Oschwald (im Bild links) nicht mehr am operativen Geschäft beteiligt. Doch trotzdem soll es weitergehen. Die zwölf Mitarbeiter sollen weiterbeschäftigt werden, sagte der Freiburger Rechtsanwalt Harald Manias, der zum Insolvenzverwalter bestellt wurde. „Es gibt eine Zahlungsunfähigkeit und wohl eine Überschuldung“, diese sei aber überschaubar, so Manias.




Christoph Schneider übernimmt

Christoph Schneider (im Bild rechts), der bisher schon als „graue Eminenz“ im Hintergrund agierte, will die Bar in der Nähe des Martinstors weiterführen. Deswegen ist sie auch trotz der Insolvenz weiter wie gehabt geöffnet. Eigentlich habe er nicht mehr in der ersten Reihe stehen wollen, sagt Schneider. Doch nun sei er eingesprungen. Der 55-jährige ist ein Urgestein der Nachtgastronomie in der Region. Von 1983 bis 1998 führte er das berühmte "Inside" in Emmendingen. Im Hauptberuf ist er Auktionator und unterhält eine Oldtimerwerkstatt. Classic-Rallyes fährt er auch noch.

 



Neues Konzept für den Donnerstag

Schneider erhalte für seine Arbeit im Moment keine Bezahlung, sagt der Insolvenzverwalter. Unter Schneiders Regie wurde das Riva leicht umgebaut und saniert. „Wir haben neue Lichter und ein bisschen neue Farbe reingebracht“, so Schneider. Künftig will er vor allem Leben ins Geschäft unter der Woche bringen. Am Donnerstag zielt er auf ein Publikum „ab 20 Jahren aufwärts“. Freitag/Samstag eher ab 25 Jahren. Dazu gibt es DJs. „Es läuft alles, aber der Schwerpunkt ist House, Electro. Aber auch 70er, 80er und 90er“, sagt Schneider. Das neue Konzept scheint schon erste Früchte zu tragen. An diesem Donnerstag war das Riva zumindest recht gut besucht. Verpachtet werden die Lokalitäten, in den sich das Riva befindet, von Frank Böttinger und Bela Gurath.

Fotos: Felix Held, Dominic Rock, Rita Eggstein  

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