Die Passage46 steht vor dem Aus

Bernhard Amelung & Carolin Buchheim

Es hat Boom gemacht: Nach fudder-Informationen muss die Passage46 schließen. Seit Montag sind die Angestellten freigestellt, der Club- und Barbetrieb in der Theaterpassage steht zwei Monate nach Beginn des Insolvenzverfahrens und knapp ein Jahr nach ihrer Eröffnung vor dem Aus.



Am späten Montaganachmittag geht in der Passage46 im Theater Freiburg nichts mehr. Obwohl seit 10 Uhr geöffnet sein sollte, werden im erst Anfang August eröffneten  Außenbereich weder Kaffee noch Cocktails serviert; die Eingangstür ist verschlossen. “Alle Mitarbeiter sind Montagmorgen vom Insolvenzverwalter freigestellt worden”, sagt Barchef Boris Gröner. “Das kam für uns alle überraschend. Wir wussten bis heute von nichts.” Betroffen sind laut Gröner sechs Vollzeitkräfte sowie rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bar-, Sicherheits- und Reinigungsteams, die in Teilzeit angestellt sind.


Auch für die Partyveranstalter in der Passage kommt das jetzt dann doch sehr plötzliche Ende von Freiburg Prestige-Location überraschend. "Das war's dann wohl mit der Passage46! Yum Yum Freiburg sucht eine neue Location!" schreibt Chris Gersch, Veranstalter der Yum Yum-Partys, die unter anderem auch in München, Köln und Bochum stattfinden, auf Facebook. Erst im Januar diesen Jahres war er mit seiner Eventreihe vom Jazzhaus in die Bertoldstraße gezogen.

Auch Root Down, die traditionsreiche Partyreihe von DJ Rainer Trüby ist betroffen; am Samstag sollte ein Abend mit Flo Real und Corrado Bucci stattfinden. “Wir sind auf der Suche nach einer Pop-Up-Location”, sagt Passage-Betriebsleiter Andreas Schöler. “Wir lassen niemanden hängen.”

Nach fudder-Informationen hat Insolvenzverwalter Harald E. Manias die Schließung angeordnet; der war am Montagnachmittag für eine Stellungnahme jedoch nicht mehr zu erreichen.

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[Bild: Simon Roser]