Die Mudiator-Strecke war mindestens zwei Kilometer länger als angegeben

Marius Buhl

10,2 Kilometer? 13 Kilometer? Wie lang die Strecke beim ersten Freiburger Mudiator tatsächlich war, weiß momentan niemand so genau. Klar ist: Sie war um einiges länger als die angegebenen 8 Kilometer. Kritik äußerten manche Läufer auch ob der mangelnden Wasserversorgung. Der Veranstalter räumte kleinere Fehler ein, zeigte sich aber sehr zufrieden:



Der erste Freiburger Mudiator war ein Erfolg: Tolles Wetter, kaum Verletzte und strahlende Matschgesichter im Ziel. Trotzdem wurde hernach Kritik geäußert - in zwei Punkten.


Einerseits wurde die Streckenlänge kritisiert. Der Freiburger Ingenieur Florian Bruns, dessen Sohn den Mudiator gelaufen ist, hat die Laufrunde per GPS-Daten nachgemessen - und kommt auf eine Streckenlänge von rund 13 Kilometern. Angegeben waren seitens des Veranstalters aber lediglich 8 Kilometer. Bruns: "Es kann natürlich nicht sein, dass der Veranstalter da so daneben liegt. Wir reden schließlich nicht von ein paar hundert Metern, sondern von einigen Kilometern. Als Läufer will man so etwas vorher wissen."

Veranstalter Frank Schnürle beschwichtigt: "Wir haben die Strecke mit 8 Kilometer plus angegeben. Es war von vorneherein klar, dass sie etwas länger sein würde. Jetzt haben wir nochmals nachgemessen. Es dürften rund 10,2 Kilometer gewesen sein."

Für Verwirrung sorgte zusätzlich ein Facebook-Post des Veranstalters. Auf Nachfrage sprach das Mudiator-Team dort von einer Streckenlänge von 11,5 Kilometer. Unerheblich findet Florian Bruns das nicht: "Das wären immerhin rund 25 Prozent mehr."

Zusätzlich kritisierten einige Läufer auf Facebook die Wasserversorgung seitens des Veranstalters. Florian Bruns: "Als mein Sohn an der Versorgungsstelle im Mooswald vorbei kam, gab es dort kein Wasser mehr. Bei der Hitze ist das natürlich fatal."

Frank Schnürle beschwichtigt auch hier. Er sagt: "Es stimmt, dass wir an einer Versorgungsstation für kurze Zeit kein Wasser ausschenken konnten. Das lag aber an einem Bechermangel. Wir haben das Problem nach 10 Minuten gelöst." Die betroffenen Läufer mussten rund 3 Kilometer bis zur nächsten Station weiterlaufen.

Insgesamt, so Schnürle, seien am Ende sogar 3000 Liter Wasser übrig gewesen, 8000 seien am Anfang vorrätig gewesen - genug für alle Läufer. Selbstkritisch zeigte er sich dennoch: "Das wollen wir im nächsten Jahr verbessern. Einen Wasserengpass wird es nicht mehr geben."

Ein anderer Mudiator-Läufer sagte: "Es sind Peanuts, aber könnte man die Bananen, die die Läufer unterwegs bekamen, nicht kleiner schneiden? Niemand isst eine ganze Banane im Laufen, viele wurden dann weggeworfen. So waren am Ende keine übrig."

Auch auf Facebook wurde die Läuferversorgung kritisiert. Florian Bruns: "Mein Sohn hat das auf der Facebook-Seite des Mudiators auch gepostet. Nur, irgendwann war der Post gelöscht. Mit dieser Kritik könnte der Veranstalter besser umgehen."

Frank Schnürle verwies hingegen auf die überwiegend positive Resonanz - direkt anch dem Rennen und auch auf facebook. Er zeigte sich mehr als zufrieden: "Es war wirklich ein großer Erfolg. Die Termine für nächstes Jahr sind auch schon fix, dort rechen wir nochmals mit einem deutlichen Teilnehmerzuwachs." Nur an ein, zwei Schrauben wolle man noch drehen. "Wir haben das jetzt zum ersten Mal gemacht. Im nächsten Jahr wollen wir die Versorgung der Läufer und insbesondere auch die Beschilderung für Zuschauer verbessern."

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[Foto: Rita Eggstein]