Die Freiburger Kunstfreunde zeigen den Film "Work hard play hard"

Gina Kutkat

Tipp für Freitagabend: Die Freiburger Kunstfreunde zeigen den deutschen Dokumentarfilm "Work hard play hard". Darin geht es um die schlechenden Veränderungen in der modernen Arbeitswelt.

Das titelgebende Motto "Work hard play hard" bedeutet so viel wie "Hart arbeiten und intensiv leben". Soll heißen: Nur derjenige, der sich der Arbeit vollkommen hingibt, darf auch das Leben genießen. Stichwort Work-Life-Balance.


Die Dokumentation von Regisseurin Carmen Losmann aus dem Jahr 2011 beschäftigt sich mit dem Thema Optimierung. Wie wird man ein zukunftsfähiger Mensch, wie können die Grenzen zwischen Arbeit und Lifestyle verschwinden? Heraus kommt dabei eine beunruhigende Bestandsaufnahme und Beschreibung der Gegenwart.



Besonders eindrücklich sprechen durch wenig Hintergrundmusik und keinerlei Kommentare die gezeigten Bilder für sich. Gestandene Manager, die im Zuge des Teambuildingseminars unter grünem Laub rumkraxeln und im Interview wie Angehörige einer Sekte von dem "wahnsinnig tollen Gefühl, mich in die Arme meiner Kollegen fallen zu lassen" reden.

Genauso gestaltet es sich auch mit dem Jargon der futuristisch-orientierten Personaler und Konzernchefs. Deren verwendete Manager-Sprache erinnert nicht ohne Grund an Orwells "newspeak". Denn auch sie dient im Grunde zu nichts anderem, als der ideologischen Gleichschaltung der Arbeitnehmer innerhalb einer Firma.

Das Screening

Das Filmscreening findet im Rahmen der aktuellen Einzelausstellung "Fateful" mit Vindicatrix des Künstlerkollektivs New Noveta statt, die noch bis zum 1. Juli im Kunstverein Freiburg zu sehen ist. Mit dem räumlich umgesetzten Unbehagen, welches New Noveta in ihrer Einzelausstellung beim Betrachter provozieren möchten, reflektiert das Künstlerduo unter anderem die Verwertung von Lebenszeit und Emotionen in der Erwerbsarbeit.


Was: Filmscreening "Work hard play hard"

Wo: Kunstverein Freiburg

Wann: Freitag, 29. Juni um 19 Uhr

Website: Kunstverein Freiburg

Facebook: Filmscreening | WORK HARD PLAY HARD

Eintritt: frei

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