Die besten Erdbeeren der Stadt

Helena Barop

In der Nähe der Haltestelle Escholzstraße gibt es "die besten Erdbeeren der Stadt", findet fudder-User Patrick. Dem sind wir natürlich auf den Grund gegangen. Frau Hönig, die Erdbeerverkäuferin, steht seit Jahren an dieser Stelle. Sie hat Helena ein bisschen was erzählt und eine Schale Erdbeeren verkauft. Richtig lecker!



Es ist ein Uhr, gerade ist Elisabeth Hönig abgelöst worden. Die Mittagssonne drückt auf das grün-orangene Dach des Erdbeerstandes und fünf Kunden warten auf ihren sommerlichen Nachtisch. Als Frau Hönigs Kollegin den Erdbeeren den Rücken kehrt, um die Kasse zu übernehmen, bestückt ein frecher Kunde seinen Erdbeerkarton mit drei oder vier Extrabeeren. Als er sich ertappt fühlt, lächelt er verstohlen.



Der Erdbeerstand an der Eschholzstraße lohnt sich. Sechs Wochen in der Erdbeersaison darf der Obsthof Schwehr hier auf dem Parkplatz der Sparkasse die Erdbeeren aus Buchholz verkaufen. Frau Hönig steht hier jeden Tag fünf Stunden lang und verkauft in der Zeit ungefähr 300 Schalen. 1,60 Euro kosten die frischen Beeren, die von gestern sind schon für einen Euro zu haben und eignen sich wunderbar für selbstgemachte Marmelade.



In den Deckel ihrer Kasse hat die Verkäuferin geschrieben "Der Kunde ist König". Frau Hönig mag ihre Kunden und sie verkauft viel lieber Erdbeeren als irgendetwas anderes. Nach Feierabend isst sie sie am liebsten mit Vanillepudding, oder sie verarbeitet sie zu Erdbeerkuchen.

Bis Mitte Juni steht der Erdbeerstand noch an der Escholzstraße, dann muss man für das gute Obst wieder zum Obsthof Schwehr nach Buchholz fahren.