Die 7 schönsten Singletrail-Gipfel um Freiburg

Orkan Akpinar

Freiburg mausert sich zum Mekka des deutschen Trailrunnings. Singletrail-Runner Orkan Akpinar schließt das aus den vielen verdutzten Blicken, wenn er mit seinem Koalabär von Trinkrucksack durch die Gerberau läuft. Hier sind die sieben besten Strecken:



In Freiburg sind nicht nur viele Subkulturen, eine enorme Anzahl Bächleboote und Studenten zu Hause, Freiburg ist auch das Portal in ein nie enden wollenden Netzwerks an Singletrails. Das sind schmale Wege, bekannt vom Mountainbiking, die sich fürs Trailrunning, einen schnellen Waldlauf eignen. Sie führen in einen stillen und sehr schwarzen Wald, der übers Jahr gesehen länger zugänglich ist als beispielsweise die Alpen, und auf diese herrlichen Gipfel.


1. Der Schlossberg

Am Stadtgarten, gleich unter der Schlossbergbahn verschwimmt urbaner Asphalt in staubig-steinige Pfade, welche sich ihren Weg in Schleifen auf den Schlossberg bahnen. Unter den zahlreichen Möglichkeiten, wieder in den Tumult der Innenstadt einzutauchen, ist der „Carl-Mez-Weg“ der schönste. Ein Urwald aus Singletrails, auf denen man geschmeidig – und oft sehr allein – wieder am Schwabentor herauskommt.

2. Der Rosskopf

Das Panoramahotel in Herdern bietet tatsächlich feine Aussichten. Folgt man jedoch den Rufen des Waldes, wird man schnell aufgesogen in schmale Pfade, die immer steiler werden und an den Westhängen des Rosskopfes an die Geröllfelder der Alpen erinnern - Panorama und Wasserstelle inklusive. Der Borderline-Trail lockt viele Mountainbiker an, deren Kleinod zur Rosskopfhalde führt, während der Läufer in das Dickicht des Waldes läuft und St. Ottilien erreicht. Erfrischung gefällig? Oder lieber in einen der beiden Singletrails, die geschmeidig an den Hängen entlangführen und einen Blick durch die Baumkronen auf Littenweiler ermöglichen? Ausgespuckt wird man am Schlossberg. Zum Kanonenplatz und dann in den Biergarten oder doch lieber rüber zum:

3. Der Kybfelsen

Ob nun die steilen Serpentinen hinter der pädagogischen Fakultät, ein wenig geschmeidiger am Wasserschloss vorbei oder doch lieber den "Zubringer" aus der Wiehre hoch: Der Grad der Entsaftung lässt sich variabel einstellen. Ein Getränk sollte man trotzdem mitnehmen und sich auf die Kybfelsen setzen. Die Atmosphäre ist hier sehr freundlich und das Plätzchen oft gut besucht. Bei schönem Wetter sieht man auch mal die Vogesen.

4. Der Schauinsland

Man folge der blauen Raute ("Zubringer"), der sich auf schmalsten Pfaden immer weiter gen Himmel schlängelt und euch immer tiefer in die Stille der Wälder zieht, bis ihr den nicht mehr ganz so stillen Schauinsland erreicht. Die Alternativen aus Kappel oder Oberried über die Rappenecker Hütte sind ebenfalls sehr anspruchsvoll, während es sich aus Günterstal über Horben kommend ein wenig entspannter hochlaufen lässt. Das ist schon einiges und doch nicht alles. Man sollte den Namen des Berges auf dem man steht wörtlich nehmen und den Blick schweifen lassen.

5. Der Feldberg

Der Höchste im Schwarzwald. Tourismussupermagnet und Herberge des schönes Feldbergsteiges, sowie Bergfest des sagenumwobenen Westweges von Pforzheim nach Basel. Ein Katzensprung vom Schauinsland und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Sollte man mal gesehen haben, damit man sich davon überzeugen kann, dass die kleinen Brüder des Feldberges ein wenig schöner sind.

6. Der Belchen

Aus dem Münstertal (gut mit dem Zug zu erreichen) kann man auf einem der anspruchsvollsten Rundkurse auf den Belchen steigen. Touristisch nicht ganz so gut erschlossen, dafür um einiges ruhiger und panoramamäßig spektakulärer: Sowohl die umliegenden als auch die französischen Berge und sogar die schweizer Alpen sind zu sehen. Ebenso schön: Der Aufstieg aus Schönau (oder die Abkürzung von der Talstation der Belchenbahn)

7. Der Hochblauen

Der letzte in der Riege der Großen. Heimlich still und leise mäandert der Hochschwarzwald in das Markgräflerland. Der Hochblauen lässt sich am Besten von Badenweiler aus besteigen und belohnt mit spektakulären Ausblicken in den Hochschwarzwald, rüber in die Vogesen oder die Ebenen des Markgräfler Landes. Vor allem bei Inversionswetterlage.

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[Fotos: Orkan Akpinar]