Der Plan für 2008: Noch 15 Kilo

Eva Hartmann

Dieses Jahr will Eva ihr vorläufiges Wunschgewicht von 70 Kilo erreichen - nach Wochen der genussvollen Völlerei wird es deshalb dringend Zeit, wieder zum alten Diät- und Sportprogramm zurückzufinden. Was sie während der letzten Wochen alles so verputzt hat und wie es jetzt weitergehen soll, erzählt sie in ihrer heutigen Blogfolge.



Hallo liebe Freunde der kalorienreduzierten Unterhaltung - wieder mal ist so einiges an Zeit verstrichen seit dem letzten Posting. Zeit, die ich hauptsächlich mit Unikram und der neuen Liebe zugebracht habe – und so gut wie überhaupt nicht im Fitnessstudio. Asche auf mein Haupt. Aber es war alles so stressig, so anstrengend und so schön, dass ich entweder keine Zeit, keine Nerven oder keine Lust aufs Trainieren hatte.


Nicht nur das, auch meine Ernährungsgewohnheiten habe ich sehr schleifen lassen: Diese neue Beziehung macht irgendwie Lust auf Essen. Auf viel Essen. Auf gutes Essen. Und vor allem auf viele Süßigkeiten. Ich weiß nicht genau, wann ich den Überblick verloren habe, aber die Menge der gemeinschaftlich verdrückten Ben&Jerries-Eimer und Schokoladentafeln dürfte gut und gerne drei oder vier Kubikmeter einnehmen. Dazu noch all die Nudeln und die Unmengen an üppig belegten Hüttenkäsebroten – in den letzten zwei Monaten habe ich all das, worauf ich während der Zeit davor mehr oder weniger mühelos verzichtet habe, in mich reingestopft, als stünde ein Krieg an.



Die Folge: ich fühle mich total unfit. Schwabbelig, untrainiert. Wahrscheinlich bin ich's auch – aber woher soll ich das so genau wissen, ich war ja schließlich sicherlich vier Wochen nicht mehr beim Sport. 2 Kilo habe ich während dieser Zeit wieder zugenommen. Kein Weltuntergang, klar, aber eben definitiv die falsche Richtung, denn einer meiner Pläne für 2008 lautet ja schließlich, bis Ende des Jahres die 70-Kilo-Marke geknackt zu haben. Mit den zwei wieder zugenommenen Kilos bedeutet das, dass dieses Jahr insgesamt nochmal 15 Kilo fällig sind. Das sollte machbar sein – jedoch muss ich dazu schnellstens wieder zu meinen alten Abnehmgewohnheiten zurückfinden.



Seit anderthalb Wochen trainiere ich jetzt wieder dreimal pro Woche und halte mich wieder an die alten Ernährungsgewohnheiten: Morgens 100g Müesli mit Milch, mittags meistens gebackenes Gemüse mit Hüttenkäse; abends im Idealfall nichts oder, wenn der Magen zu sehr knurrt, ein bisschen Obst oder ein kleiner Salat. Vorbei die Zeiten der dreistöckigen Hüttenkäsesandwiches mit mindestens 73 verschiedenen Zutaten, der in nächtlichen Spontanaktionen gebackenen Rosinenschnecken und der Schokoladensorten-Durchtesterei. Der Mann, der diesen strikten Verzicht und das Kalorienzählen bisher nur aus meinen Erzählungen kannte, reagiert etwas verdutzt: „Und du willst wirklich keinen Nachtisch? Kein Eis, keine Schokolade?“ - Nein, will ich nicht mehr. Das, was ich während der letzten Wochen so verdrückt habe, sollte locker als Vorschuss auf die nächsten sechs Monate reichen.



Der Wiedereinstieg ins Trainingsprogram war übrigens weniger schlimm als gedacht. Im Spinning merke ich zwar deutlich, dass meine Kondition abgenommen hat, aber sie scheint ebenso schnell wieder zurückzukehren. Ebenso verhält es sich auch mit dem Krafttraining: Letzte Woche musste ich an einigen Geräten noch etwas kürzer treten, diese Woche bin ich schon fast überall wieder auf dem alten Level. Jetzt muss ich es nur noch schaffen, auch dann bei meiner Diät zu bleiben, während mein Freund sich nebenher mit alldem verköstigt, worauf ich verzichten muss: Nutellabrote, Pizza, Kuchen, Süßigkeiten. Fühlt sich an, wie eine Bewährungsprobe, aber bisher klappt's ganz gut.

An dieser Stelle übrigens endlich mal ein großes Dankeschön an all die Leser meines Gewichtshalbierungsblogs, die ich während der letzten Wochen und Monate persönlich kennenlernen durfte. Mittlerweile passiert es mir immer öfter, dass ich im Fitnesscenter oder auf der Straße angesprochen werde – ich hätte ja nicht gedacht, dass mich tatsächlich so viele wiedererkennen. Es macht jedenfalls Spaß, mal zu sehen, wer so hinter den Kommentaren und den Leserstatistiken steckt; durch viele nette Worte zum Durchhalten motiviert zu werden und zu erfahren, das dieses Blog tatsächlich auch ein paar seiner Leser motiviert, die eigenen Fettpölsterchen in Angriff zu nehmen. Ich freu mich auf ein erfolgreiches 2008 mit euch :-)

Mehr dazu:

Evas Blog: Gewichtshalbierung