Der Kurzfilm zum Wochenende – und zur Wahl: Charlie Chaplin über Menschlichkeit

Felix Klingel

Haß und Verachtung bringen uns niemals näher, sagt Charlie Chaplin in einem seiner stärksten Filmmomente, der Schlussrede von "Der große Diktator". Der Film ist über 70 Jahre alt, doch könnte zur Bundestagswahl nicht aktueller sein.

Als jüdischer Friseur wird Charlie Chaplin in seinem Film "Der große Dikator" in ein Konzentrationslager eingewiesen. Er kann jedoch fliehen – und wird schnurstracks für den Diktator gehalten, der ihn einsperren ließ (ebenso gespielt von Chaplin). Also findet sich der Friseur plötzlich vor laufenden Kameras und hochdekorierten Generälen wieder, vor denen er eine Rede über den geglückten Einmarsch in ein Nachbarland halten soll.


Chaplin setzt allerdings an zu einer großartigen Rede über Menschlichkeit, Frieden – und Demokratie. Über 70 Jahre ist der Film alt, er entstand 1940 als Satire auf Adolf Hitler und den Nationalsozialismus. Der Inhalt der Rede ist allerdings kein Jahr gealtert: "Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt. Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen. Haß und Verachtung bringen uns niemals näher."