Der Heavy Metal-Gartenzwerg

Julia Bauer

Die Freiburgerin Lillith Stern, 51, hat den ersten Metal-Gartenzwerg erschaffen. Angeblich hat er sich inzwischen zu einem Exportschlager entwickelt, den Gärtner von Schweden bis Australien bestellen. Ein Interview mit der Zwergenmutter samt Verlosung. Up the irons!



Frau Stern, wie kamen Sie zum Heavy Metal?

Durch meinen 18-jährigen Sohn. Der wollte vor zwei Jahren unbedingt zum Metalfestival nach Wacken. Ich begleitete ihn. Dort war's dann um mich geschehen. Die Stimmung war toll, das Angebot unglaublich: gute Musik und eine spektakuläre Bandbreite an Konzerten. Zwar habe ich schon immer Rock gehört, AC/DC und so. Aber nach dem Wacken 2007 ging es richtig los mit dem regelmäßigen Besuch von Metalkonzerten.

Ihre Lieblingsbands im Moment?

Hammerfall, Amon Amarth und Manowar. Diese Bands laufen bei mir zuhause rauf und runter.

Okay. Und was soll jetzt dieser Gartenzwerg?

Die Idee kam mir ganz spontan. Ich wollte beim Wacken-Merchandise-Stand etwas für meinen Vater erstehen. Er sammelt nämlich Gartenzwerge und daher war ich auf der Suche nach einem rockigen Vorgartenbewohner. Es gab jede Menge skurriler Dinge, angefangen bei einem schwarzen Wacken-Teddy über Aschenbecher bis hin zur Campingtasse. Als ich jedoch nach einem Gartenzwerg fragte, wurde ich ausgelacht.

Oh je.

Da habe ich beschlossen, einen Gartenzwerg selbst herzustellen. Die Metalszene ist total skurril. Viele Fans arbeiten ja in ganz seriösen Berufen, wie zum Beispiel die Headbanker. Diese Leute legen einmal im Jahr ihren Schlips ab und tauchen ein paar Tage in Wacken unter. Daher ist die Verbindung zwischen einem spießigen Gartenzwerg und Heavy Metal gar nicht so abwegig.



Welche Gartenzwerge finden Sie misslungen?

Da gibt's einen Zwerg, der auf dem Bauch liegt und ein Messer im Rücken hat. Furchtbar! Ebenso missgestaltete oder obszöne Zwerge. Auch ganz schlimm finde ich Gartenzwergmädchen in nuttigem Outfit. Für mich verkörpert ein Gartenzwerg Freundlichkeit, Sauberkeit und nichts, weswegen ich mich schämen müsste. Deshalb ist mein Heavy-Metal-Gartenzwerg trotz schwarzen Totenkopfshirts und Tattoos immer noch freundlich, anständig und nicht gefährlich. Eigentlich genauso wie die Metal-Szene.

Mehr dazu:

Mighty Metal Bob gibt's auf der Website von Lillith Stern für 14,99 Euro, bemalt oder blanko.

Verlosung

fudder verlost einen Heavy-Metal-Gartenzwerg. Wer gewinnen möchte, schickt eine E-Mail mit seinem Namen und dem Betreff  "Metalzwerg" an gewinnen@fudder.de. Einsendeschluss ist Freitag, 6. März, 12 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden am selben Tag per E-Mail benachrichtigt. Schaut also in Euren Posteingang. Viel Glück!