"Der 'Hans' ist für alle da": Was Deniz Binay über das "Hans Bunte"-Konzept sagt

Marius Buhl

Im Januar 2015 hat das Alte Stinnes Areal geschlossen. Im März wollen die selben Veranstalter am selben Ort den Club "Hans Bunte" eröffnen. Deniz Binay von Sinnestäuschung Events hat unsere Fragen beantwortet - im Mail-Interview:



Einiges muss sich jetzt verändern, habt ihr uns vor drei Monaten bei der Schließung des Alten Stinnes Areals gesagt. Was ist neu im "Hans Bunte"?

Deniz Binay: Es wurde vieles bereits verändert, aber wir haben noch viele weitere Ideen. Wir haben ausgiebige Renovierungsarbeiten vorgenommen und den Laden soweit rausgeputzt, wie es in dieser Zeit möglich war. Wir haben ein ganz neues Team und freuen uns auf die Arbeit mit ihm. Außerdem wollen wir abseits des DJ-Pultes für mehr Unterhaltung sorgen.

Warum der Name "Hans Bunte"? Klar, die Straße heißt so - aber gab es alternative Ideen?

Nein, es waren keine anderen Namen im Gespräch. Über diesen Namen haben wir schon lange Witze gemacht - dass er eigentlich noch viel cooler wäre als "Stinnes Areal". Als dann plötzlich der "Reboot" im Raum stand, gab es keine Zweifel, dass es dieser Name werden würde.

Wie lange steht eure Entscheidung fest?

Wir konnten vor drei Wochen mit den Arbeiten am Club und mit der Opening-Party beginnen. Davor gab es keine handfesten Ergebnisse.

An welches Zielpublikum soll sich der neue Club richten? Wird es eine Veränderung zu früher geben?

Der "Hans" ist für alle da. Wir möchten unser Programm noch weiter diversifizieren - von House über Techno bis hin zu Konzerten, Messen und Special Events ist alles möglich.

Was soll sich musikalisch verändern beziehungsweise gleichbleiben?

Wie gesagt: Alles kann, nichts muss. Sicher ist aber, dass der gute Kern der elektronischen Sparte großteilig erhalten bleibt. Electronic Sensation, Techno Never Dies und Progressive Experience. Des Weiteren werden wir uns bemühen, kreative Konzept-Veranstaltungen und Kooperationen ins Programm aufzunehmen. Alles Weitere wird sich ergeben beziehungsweise ist noch nicht spruchreif. Falls der ein oder andere Veranstalter Ideen für so eine Größenordnung hat, kann er sich gerne bei uns melden.

Wie sieht's im "Hans Bunte" von innen aus - und wie soll der Charakter des Clubs werden? Dürfen wir Fotos machen?

Das bleibt unser Geheimnis. Überzeugt euch selbst. Fotos sind nicht erwünscht!

Wir haben bereits das Stichwort "Warehouse" gehört. Gibt es Anleihen (Interieur, House Music) bei diesem Kult-Club aus Chicago?

Ich weiß nicht, wie du darauf kommst und wo du das her hast. Wir haben uns nicht an anderen Clubs orientiert.



"Es lief gut im Stinnes" - das habt ihr uns damals bestätigt, wolltet uns aber noch nichts zu den Gründen der Schließung verraten. Wir wüssten nun gerne, nachdem ihr drei Monate später in derselben Location neu eröffnet: Warum habt ihr das Stinnes zugemacht?

Nein, das habe ich so nicht gesagt. Original-Zitat aus diesem Interview: "Die fragen sich natürlich jetzt: "Warum? Lief doch gut!" Dem war nicht so, deshalb erübrigt sich diese Frage vollständig.

Ging es, wie einige Facebook-Kommentatoren bereits vermuteten, nur um einen großangelegten Trommelwirbel beziehungsweise Werbung für den Laden?

Nein, es war schlicht nicht möglich, vor dem jetzigen Termin mit Details an die Öffentlichkeit zu gehen. Natürlich haben wir darauf spekuliert, aber: Warum die Leute wild machen, wenn wir nicht wissen, wohin die Reise geht? Jetzt haben wir nach den Verhandlungen unsere Freiheiten, die wir brauchen, um weiterzumachen. Jetzt wird alles anders.

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[Foto 1: Fabio Testa, Foto 2: privat]