Das wilde Leben von Oliver Rath soll verfilmt werden - mit Mutter und Tochter Thomalla

Carolin Buchheim

Vor seiner Kamera versammelt er halbnackte Models und Promis, er selbst ist Dauergast der Klatschspalten: der Ex-Freiburger Oliver Rath ist in Berlin zum Star geworden. Jetzt soll sein Leben verfilmt werden. Grund genug, mal wieder bei Oli anzurufen.



"Das Leben von Starfotograf Oliver Rath soll verfilmt werden", schreibt die Bild-Zeitung – mit Simone und Sophia Thomalla. "Ich wusste nicht, dass das so hoch donnern würde", sagt Oliver Rath zu den Schlagzeilen des Boulevardblattes, das am Dienstag über die Pläne für einen Film über sein Leben berichtete.


Der Grund für die mediale Aufregung: Leipzig-Tatort-Kommisarin Simone Thomalla (49) und ihre Tochter Sophia (25) sollen in dem Film erstmals gemeinsam vor der Kamera stehen.

„Simone spielt meine Ärztin, Sophie ihre Tochter und ein Model von mir“, sagt der Fotograf und DJ. „Ich freu’ mich darauf, ich bin ein Fan der Beiden.“ Mutter und Tochter Thomalla hätten bereits  einen Trailer gedreht, der aktuell geschnitten werden. Die eigentlichen Dreharbeiten sollen 2016 beginnen. Wer für Drehbuch, Regie und Produktion verantwortlich ist, dazu will Rath noch nichts sagen. „Ich schreibe aber am Drehbuch mit.“



Wird ein Freiburger Club für die Dreharbeiten wiederauferstehen?

Außerdem verrät der 36-Jährige Details zum Inhalt: Der Film soll die vergangenen fünf Jahre seines Lebens nacherzählen. „Den Anfang macht das Ende meiner DJ-Karriere in Freiburg“, sagt Rath. In Freiburg legte er einst als DJ Al Kapone auf – unter anderem als Resident im Kagan, aber auch in den mittlerweile geschlossenen Clubs F-Club und Klub Kamikaze. Welcher Club für den Film wiederauferstehen werde, das stehe noch nicht fest. „Es muss eigentlich ja eine schlechte Party sein, und im Kamikaze war es immer sehr schön“, sagt er.

Die Themen für den Rest des Films kann man  wohl aus seinem populären Foto-Blog entnehmen: Raths Aufstieg als Fotograf mit Bildern wenig bekleideter Models, oft mit Drogen-Utensilien in Händen oder an Nasen und D- bis B-Prominenten in aufwendig ausstaffierten Szenen. Rath ist Fachmann für den inszenierte Exzess und richtet seine Kamera bevorzugt auf primäre und sekundäre Geschlechtsteile. „Mein Thema als Fotograf ist die Reise ins Ich“, erklärt Rath seinen Stil.  „Ich bin ja selber auf der Reise und noch in der Ausbildung.“ 2014 veröffentlichte er seinen ersten Bildband: „Berlin Bohème“, auch als DJ ist er noch immer unterwegs – gemeinsam mit dem ebenfalls aus Freiburg nach Berlin verzogenen Jan Ehret legt er als „Ehret & Rath“ auf.

Rath will sich im Film übrigens selbst spielen. „Es sind ja nur fünf Jahre zurück, wenn ich vorher ein paar Nächte durchschlafe, seh’ ich aus wie damals“, scherzt er.

Raths Themen sind Drogen, Brüste und Windeln

Sein Leben, so versichert er, sei lange nicht so glamourös, wie das die Berliner Klatschspalteschreiben würden. „Ich bin Papi, wechsel Windeln und bringe Müll runter – mein Leben hat viel mit Scheiße zu tun.“

Rath ist mittlerweile Vater zweier Kinder; Ende Dezember kam Sohn Vincent zur Welt.Dessen Kaiserschnittgeburt hielt er auch fotografisch fest. „Während ich in einem Nebenzimmer auf die Geburt wartete habe ich mich im Arztkittel selbst fotografiert“, erzählt er. „Voll die wilden Selbstporträts, unten ohne – und dann kam eine Krankenschwester rein, erwischte mich und ich musste in den OP-Saal.“ Auch das wäre sicher eine gute Szene für den Rath-Film.

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      [Bild 1: Sebastian Marggraf, Bild 2: dpa]