Pro und contra

Das sind die Vor- und Nachteile, wenn man in einem Internat lebt

Claire Sophie Zieger

Gefängnis, Hölle, Grauen: Man hört viele solcher Begriffe, wenn man über Internate spricht. Dass es vielleicht doch nicht ganz schlimm ist, zeigen wir Euch in diesem Artikel. Das sind vier Vorteile und vier Nachteile am Internatsleben.

Claire Sophie Zieger geht in Freiburg auf das Deutsch-Französische Gymnasium und lebt unter der Woche im Internat der Schule. Im April absolviert sie bei fudder ihr Bogy-Praktikum und hat für die Redaktion die Vor- und Nachteile des Internatlebens aufgeschrieben.

Nachteile

1. Lernen, wenn andere Spaß haben
Es kommt immer mal wieder die Zeit, in der Lehrer panisch alle Klassenarbeiten und Klausuren für das Trimester ankündigen. Leider kann es oft passieren, dass man selbst genau in der Zeit, in der andere gar keine Klassen- oder Hausarbeiten schreiben, immense Mengen an Hausaufgaben hat. Dann kann man nur eins tun: Sich mental auf die harte Zeit der Isolation vom spaßigen Internatsleben vorbereiten.



2. WLAN?
Zwar gibt es WLAN im Internat, allerdings nicht auf dem Zimmer, und nicht zu jeder Zeit. Das bedeutet, dass man sich nicht mal in Ruhe aufs Bett schmeißen und sich einfach im Internet verlieren kann. Zudem kommt, dass es Ewigkeiten dauert, bis man ein Video runtergeladen hat, weil alle Leute gleichzeitig online gehen.



3. "Ausgangssperre"
Man darf zwar abends raus, in die Zimmer der anderen oder in die Stadt. Aber irgendwann ist der ganze Spaß vorbei und man muss zurück ins eigene Zimmer, und wenn man mal zu spät ist, dann kann man nur auf die Hilfe seiner Zimmernachbarn hoffen. Je älter man ist, desto länger darf man zum Glück draußen bleiben – und zwar bis etwa 22.30 Uhr.



4. "Ruhe bitte!"
Ein Streich hier, ein bisschen Gelächter da – im Internat ist man ständig mit den Leuten aus der Schule zusammen. Und immer ist was los – was auch gut sein kann. Allerdings ist es selten ruhig und manchmal kann das echt nerven.



Vorteile

1. Es wird fast nie langweilig
Tischtennis, Streiche, Sport, Billard, Musik und noch unzählige weitere Aktivitäten gibt es zur Verfügung. Im Internat wird es gefühlt nie langweilig. Und das ist echt mega!



2. Abwaschen? Kochen?
Erstens: abends hat man echt Besseres zu tun als die Spülmaschine auszuräumen und das Geschirr abzutrocknen. Deshalb ist es echt praktisch, dass wir das in unserem Internat nicht machen müssen. Und zweitens: Das Essen ist gar nicht mal so schlecht – was aber wahrscheinlich abhängig von jedem Internat ist. Perfekt.



3. Schnell Freunde finden
Besonders, wenn man neu an einer Schule ist, kann es manchmal echt kompliziert sein, neue Freunde zu finden. Da ist es schon praktisch quasi dazu gezwungen zu werden, Kontakte zu knüpfen. Man findet viel schneller enge Freunde, weil man ja unter der Woche fast immer zusammen ist.



4. Streiche
Zuletzt muss jeder zugeben: Es macht immer wieder Spaß, den anderen einen Streich zu spielen – und es ist ganz einfach. Honig auf den Türgriffen, Klopapier im Zimmer verteilen, die Möbel aufeinander stapeln: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.




Tipps für das Internatsleben

1. Habe immer eine Essensreserve in deinem Zimmer. Somit entgehst du dem Risiko, zu verhungern.

2. Passe gut auf deine Schlüssel auf, manch einer kennt beim Streichespielen keine Gnade.

3. Wenn du die Möglichkeit hast: Suche dir gut aus mit wem du dir ein Zimmer teilst.